Montag, 12. Januar 2026

Freude-KIller

 

                                                                 Malerei: A.Wende

 

Manche Menschen reagieren auf das Glück oder auf die Freude anderer mit negativen Kommentaren. Fast jeder von uns kennt so einen Menschen aus seinem Bekanntenkreis. Egal was man ihm an Erfreulichem oder Schönem mittteilt, immer findet er Argumente, um das, worüber man sich freut, zu relativieren oder ins Negative zu ziehen.

Warum machen manche Menschen das?

Kurz: Weil ihre eigenen inneren Themen berührt werden.

Häufig steckt eine grundlegende Unzufriedenheit dahinter. Die positive Stimmung des Gegenübers hält ihnen vor Augen, was ihnen selbst fehlt, und das kann unangenehm sein. Anstatt sich mitzufreuen, versuchen sie dieses Mangelgefühl durch Relativierung oder Kritik abzumildern.

Das Negative sagt nichts über unsere Freude aus, sondern mehr über die andere Person.
Hier sind ein paar typische Dinge, die in solchen Menschen vorgehen...

Wie gesagt: die eigene Unzufriedenheit oder Neid. 

Wenn jemand unzufrieden ist, kann das Glück und Freude anderer ihm das schmerzhaft spiegeln. Statt sich mitzufreuen, kommt dann ein negativer Kommentar, um das unangenehme Gefühl auszugleichen. Solche Menschen denken oft, wenn es mir mies geht, darf es anderen nicht besser gehen. Sie erleben sich selbst als Opfer der Umstände. Sie schauen auf das Ungute im Außen um sich selbst zu trösten. Indem sie andere finden, denen es auch mies geht findet sie „Mitleidende.“ Auf diese Weise gelingt es ihnen ihr Leid zu relativieren. Oft sind diese Menschen nicht willens etwas an ihrer unheilsamen Situation oder ihrer Unzufriedenheit zu ändern, stattdessen projizieren sie ihren Schatten auf das Außen. Ein Weg um die Eigenverantwortung nicht übernehmen zu müssen und in der Opferrolle zu verharren. 

 

Bei anderen ist es eine Art Schutzmechanismus. 

Sie haben Angst vor Enttäuschung – bei sich und bei anderen. Sie denken: „Wenn ich gleich auf das Negative hinweise, bin ich realistisch.“ Das ist vielleicht gut gemeint, kommt aber lieblos rüber.

 

Auch ein Kontroll- oder Überlegenheitsbedürfnis kann dahinterstecken.  

Durch Kritik oder Relativierung fühlen sie sich solche Menschen überlegen und schlauer, nach dem Motto: „Ich sehe die Probleme, du nicht.“ Das gibt ihnen kurzfristig ein Gefühl von Macht oder Wichtigkeit.

Auch die Schwierigkeit, positive Gefühle auszuhalten, kann dahinterstecken.
Nicht jeder Mensch kann Freude gut annehmen – weder die eigene noch die von anderen.
Positive Gefühle können Unsicherheit auslösen, besonders bei Menschen mit einer negativem Grundhaltung dem Leben gegenüber, viel innerer Anspannung, unverarbeiteter traumatischer Erlebnisse und einem grundsätzlichen Gefühl unerfüllten Lebens. Freude, Leichtigkeit oder Optimismus können bei diesen Menschen Unruhe auslösen, weshalb sie versuchen, diese Stimmung zu dämpfen.

Last but not least können sich dahinter Gewohnheit und erlerntes Verhalten verbergen.
Manche Menschen sind in einem Umfeld aufgewachsen, in denen man die Dinge eher schlechtredet als sie feiert. Sie merken gar nicht, wie destruktiv das wirkt.
Sie haben dieses Muster übernommen, ohne es jemals zu hinterfragen. Sie alen die Wlt dunklen, weil sie sie so zu deuten gelernt haben.

Die meisten Freude-Killer handeln aus einem unbewussten Schutzmechanismus heraus. Was für sie wie Fürsorge oder Klugheit wirkt, kommt beim anderen jedoch als Freude-Killer an. In all diesen Fällen sagt die negative Reaktion nichts über den Anlass der Freude aus , sondern über die innere Verfassung der Person, die sie klein redet.

Reminder!
Du darfst dich freuen. Punkt.
Wenn jemand regelmäßig deine Freude dämpft, ist es legitim, die Person darauf hinzuweisen: „Ich wollte das gerade einfach mit dir teilen, nicht relativieren“, oder du hörst auf, bestimmte Dinge mit dieser Person zu teilen.

 

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