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Dienstag, 17. März 2026
Verlässlichkeit – das stille Fundament von Beziehungen
Montag, 16. März 2026
Gedankensplitter
Malerei: A.Wende
Alt werden ist eine Herausforderung, eine Anpassungsleistung, ein Lebensübergang, der mit unendlich vielen Emotinen verbunden ist. Alter bedeutet Verlust von sehr vielem, innen wie außen. Und Verluste schmerzen. Sie tragen immer Abschied und Trauer in sich.
Auch die eigene Endlichkeit wird uns bewusst.
Alt werden ist eine Kunst, die wir nicht gelernt haben und jetzt lernen dürfen.
Alt werden ist nicht einfach, wenn man es sich nicht schönredet, sondern in all seinen hellen und dunklen Aspekten betrachtet.
Sonntag, 15. März 2026
Aged by Culture oder warum ältere Frauen unsichtbar werden
Samstag, 14. März 2026
Masken der Scham
Malerei: A.Wende
Du kannst nicht Nein sagen.
Du kannst keine Grenzen setzen.
Du passt dich ständig anderen an.
Du funktionierst für die Erwartungen anderer.
Du hast an dich selbst überzogene Erwartungen.
Du willst Konflikte vermeiden.
Du willst perfekt sein.
Du willst perfekt aussehen.
Du willst alles und jeden unter Kontrolle haben.
Du definierst dich über Leistung.
Du denkst, du musst und kannst alles alleine schaffen.
Du schützt dich durch Arroganz, durch Wissen oder Erfolg.
Du entwertest dich selbst.
Du kannst Komplimente nicht annehmen.
Du bleibst innerlich leer.
Du ziehst dich zurück.
Du isolierst dich.
Dahinter verbirgt sich oft ein abgespaltenes Selbst, eine zweite Version der Persönlichkeit,
die entsteht, wenn ein Mensch früh lernt, dass bestimmte Seiten von ihm nicht erwünscht sind und besser im
Verborgenen bleiben.
Weil er so wie er war, nicht willkommen war.
Weil er zu viel, zu lebendig, zu empfindlich, zu anders, falsch war.
Weil er nie genug war.
Weil er für seine Gefühle bestraft wurde.
Weil er beurteilt, verurteilt, missbraucht, verraten, lächerlich gemacht und beschämt wurde.
Weil er sich als entwertet, bedeutungslos, klein, unwürdig
und minderwertig empfindet.
Scham folgt oft auf Komplexe Traumata.
Sie wirkt leise, zersetzend und nachhaltig.
Scham friert ein.
Scham führt zu Schutzmechanismen.
Scham und Schuld sind Schwestern.
Scham trägt Masken.
Scham will sich den Blicken anderer entziehen.
Scham sagt Worte der Selbstentwertung.
Scham hat ständig Angst vor erneuter Kränkung, Entwertung und Zurückweisung.
Sie trägt Masken, nur um nicht als der, der wir auch sind, gesehen und erkannt zu werden.
Scham sagt: Du darfst nicht sein. Du musst dich verbergen. Du musst verhindern, dass andere sehen, dass etwas mit dir nicht stimmt.
Scham lügt, von Anfang an, durch die, dich beschämt haben.
Freitag, 13. März 2026
Gedankensplitter
Es
gibt Erfahrungen, die man nicht überleben kann. Danach fühlt man, dass
alles, was man auch täte, keine Bedeutung mehr haben kann. Das
gewöhnliche Leben verliert jeglichen Reiz. Es gibt keinen „Sinn“ im
klassischen Sinne, kein Ziel, kein Licht am Ende des Tunnels. Manchmal
ist das Leben einfach schwer, ohne Antwort, und die Trauer, die Enge,
der Überdruss, die Müdigkeit sind die vollständige Wahrheit des Moments.
Bleibt nur noch die Passion für das Absurde.
Donnerstag, 12. März 2026
Trauer
Dienstag, 10. März 2026
Leben
Es gibt kein neues Leben.
Es gibt nur ein Leben.
Und dieses Leben ist so alt wie wir selbst.
Die Vorstellung eines neuen Lebens ist so töricht
wie die Vorstellung von Unsterblichkeit.
In jedem Leben gibt es Abschnitte.
Und jeder Abschnitt ist nur ein Stück
auf demselben Weg.
Wir werden keine neuen Menschen.
Wir werden im Leben die, die wir sind –
oder wir werden es nicht.

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