Malerei: A.Wende
Du kannst nicht Nein sagen.
Du kannst keine Grenzen setzen.
Du passt dich ständig anderen an.
Du funktionierst für die Erwartungen anderer.
Du hast an dich selbst überzogene Erwartungen.
Du willst Konflikte vermeiden.
Du willst perfekt sein.
Du willst perfekt aussehen.
Du willst alles und jeden unter Kontrolle haben.
Du definierst dich über Leistung.
Du denkst, du musst und kannst alles alleine schaffen.
Du schützt dich durch Arroganz, durch Wissen oder Erfolg.
Du entwertest dich selbst.
Du kannst Komplimente nicht annehmen.
Du bleibst innerlich leer.
Du ziehst dich zurück.
Du isolierst dich.
Dahinter verbirgt sich oft ein abgespaltenes Selbst, eine zweite Version der Persönlichkeit,
die entsteht, wenn ein Mensch früh lernt, dass bestimmte Seiten von ihm nicht erwünscht sind und besser im
Verborgenen bleiben.
Weil er so wie er war, nicht willkommen war.
Weil er zu viel, zu lebendig, zu empfindlich, zu anders, falsch war.
Weil er nie genug war.
Weil er für seine Gefühle bestraft wurde.
Weil er beurteilt, verurteilt, missbraucht, verraten, lächerlich gemacht und beschämt wurde.
Weil er sich als entwertet, bedeutungslos, klein, unwürdig
und minderwertig empfindet.
Scham folgt oft auf Komplexe Traumata.
Sie wirkt leise, zersetzend und nachhaltig.
Scham friert ein.
Scham führt zu Schutzmechanismen.
Scham und Schuld sind Schwestern.
Scham trägt Masken.
Scham will sich den Blicken anderer entziehen.
Scham sagt Worte der Selbstentwertung.
Scham hat ständig Angst vor erneuter Kränkung, Entwertung und Zurückweisung.
Sie trägt Masken, nur um nicht als der, der wir auch sind, gesehen und erkannt zu werden.
Scham sagt: Du darfst nicht sein. Du musst dich verbergen. Du musst verhindern, dass andere sehen, dass etwas mit dir nicht stimmt.
Scham lügt, von Anfang an, durch die, dich beschämt haben.


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