„Ich habe keine Kraft mehr. Ich habe zu nichts mehr Lust. Ich will mich einfach nur einschließen und nichts mehr von der Welt wissen.“ So in etwa kann es klingen, wenn wir den Antrieb verloren haben.
Antrieblosigkeit, wenn keine organischen Ursachen vorliegen, ist immer ein Symptom. Je schwerer sie ist und je länger sie dauert, desto wachsamer sollten wir sein.
Wir alle
fühlen uns manchmal antriebslos, das ist normal. Wir können uns zu nichts
aufraffen, wir haben keine
Energie mehr, eine Art innerer Abwesenheit befällt uns, die einfachsten Dinge
werden immer schwerer, wir haben das Gefühl nicht mehr wirklich am Leben
teilzuhaben und selbst Ruhephasen ändern
daran wenig. Wir wissen nicht wirklich was mit uns los ist. Das kann
viele Ursachen haben. So kann der Winterblues zu Antriebslosigkeit führen. Es
fehlt Luft und Licht, es fehlt an Bewegung, dem Körper fehlt vielleicht Vitamin
B 12 , Folsäure, Eisen, Magnesium oder Vitamin D oder wir ernähren uns ungesund. Auch Stress, Überforderung,
Unterforderung und schlechter Schlaf können unser System erschöpfen und zu
Antriebslosigkeit führen. Sind die Ursachen behoben, kommt der Antrieb
langsam wieder.
Was aber wenn die Antriebslosigkeit dazu führt, dass einem nicht einmal mehr Dinge Freude machen, die man gerne gemacht hat? Wenn Gedanken und Gefühle wie oben erwähnt kommen und nicht wieder gehen?
Dann ist sie ein Alarmzeichen, dass etwas mit unserer Seele nicht stimmt.
Antriebslosigkeit ist eines der meist beobachteten Symptome der Depression. Es gibt jedoch viele verschiedene psychische Belastungen und Erkrankungen, bei denen Symptome wie Müdigkeit, Energiemangel und Antriebslosigkeit auftreten. Das sind neben Depressionen, auch Burn-out, Bore-out, Angststörungen, Suchterkrankungen, Esstörungen, PTBS, Chronifizierte Trauer, Liebeskummer und chronische Einsamkeit, die wiederum zu Depressionen führen können - im Grunde alles, was über lange Zeit übermäßigen seelischen Stress verursacht. Seelischer Stress ist für den Körper eine enorme Belastung, was dann zu einem anhaltenden Erschöpfungszustand und letztlich zu totaler Kraftlosigkeit führen kann.
Um Antriebslosigkeit effektiv behandeln zu können, ist es wichtig sich professionelle Unterstützung zu holen, um herauszufinden, was die Ursache ist, also um zu erkennen, was sich wirklich hinter dem Symptom verbirgt.
Wenn Antriebslosigkeit über lange Zeit anhält sich verschlimmert oder zu einem Gefühl tiefer Leere und emotionaler Taubheit führt, sollten wir das unbedingt ernst nehmen. Tun wir das nicht, können wir schnell in einen unheilsamen Kreislauf geraten, aus dem wir dann nicht mehr so leicht herauskommen wie aus dem Winterblues, dann trennt uns Antriebslosigkeit von unserer Lebendigkeit.







