Enttäuschung schleicht sich langsam mit der Zeit und mit den Jahren ein.
Zurückweisungen, ein Mensch, auf den wir uns verlassen haben und der uns verrät, eine Hoffnung, die im Sand verrinnt, eine Anstrengung, die nichts bringt, ein Plan, der nicht funktioniert, ein Lebenskonstrukt, das zerbricht, eine Sehnsucht, die kein Ankommen kennt.
Mit der Zeit wird es schwer, sich ständig an Dinge oder Menschen anzulehnen oder festzuhalten, die sich plötzlich ändern können. Zu viele Enttäuschungen führen zur Erschöpfung, weil der Boden auf dem wir gehen nie fest und sicher ist.
Die Seele aber braucht einen sicheren Boden.
Der Boden, der trägt liegt nicht im außen.
Er liegt da, wo wir auf etwas stehen, das uns sicher tragen kann, etwas das stabil ist und sich nicht plötzlich ändern kann – und das können wir nur in uns selbst finden.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen