Freitag, 23. Januar 2026

Dankbarkeit

 

                                                           Zeichnung: Harald Keim
 
 
Dankbarkeit drängt sich nicht auf. Sie verlangt nichts.
Sie entsteht in den kleinen Momenten, im Atmen, im Dasein, im Wissen, dass nichts selbstverständlich ist. Dankbar sein heißt nicht, dass alles perfekt ist. Es heißt, das Gute wahrzunehmen, auch neben dem Schweren. Dankbarkeit verändert den Blick, weg vom Wollen, weg vom Mangel, hin zum Genug. Und manchmal ist genau das genug.
Dankbarkeit zeigt sich im Annehmen dessen, was war und was ist. Sie lebt in Erinnerungen, die bleiben dürfen und in Momenten der Stille. 
Dankbarkeit bedeutet, das eigene Leben mit Milde zu betrachten – mit allem, was gelungen ist und allem, was unvollkommen blieb. In dieser stillen Anerkennung wächst Frieden. 
Nicht laut, nicht fordernd, sondern leise und sanft.

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