Freitag, 30. Januar 2026

Aus der Praxis: Wenn alles zusammenbricht

 



Wenn alles zusammenbricht, ist das eine brutale Situation. Wenn alle Säulen, auf die wir unsere Leben gebaut haben, gleichzeitig oder kurz nacheinander einstürzen ist das wie ein Erdrutsch. Wir verlieren den Boden unter den Füßen. Das Nervensystem ist im Alarmzustand. Wir sind überflutet von Existenzangst. Wenn alles gleichzeitig kollabiert, ist unser Gehirn nicht mehr funktionsfähig. Nicht für Entscheidungen, nicht für Lösungen, nicht für das Erkennen große Zusammenhänge. Egal wie klar, wie klug, wie reflektiert, wir sonst sind. Jetzt fühlt sich alles gleich dringend an. Alles wirkt unlösbar. Jeder Gedanke daran macht es schlimmer. Wir verstricken uns in uns selbst. Und dann kommen genau die Entscheidungen, die wir später bereuen oder wir erstarren komplett. 
 
Existenzangst ist eine der heftigsten Formen von Angst.
Es geht ums Überleben. Deshalb fühlt sie sich so absolut, so endgültig, so nach Untergang und Vernichtung an. 
In dieser Situation ist der Kopf ein schlechter Berater. Nicht weil wir unfähig sind, sondern weil Existenzbedrohung das Denken auf Katastrophenlogik und Schwarz-Weiß -Szenarien verengt. Das ist kein realistischer Blick, sondern wir befinden uns im höchsten Alarmmodus.
Wenn die Existenz wegbricht, heißt das - mehrere konkrete Säulen, die uns getragen haben, zerbröseln. Beziehung, Einkommen, Job, Gesundheit, Perspektive, Sicherheit, das Gefühl von Kontrolle, Können, Eigenwert. Dass sich das existenziell zutiefst bedrohlich anfühlt, ist absolut normal. Wenn wir jetzt die Existenzbedrohung nicht genau analysieren, bleibt sie ein Monster, gegen das wir machtlos sind und im Zweifel verzagen wir. 
 
Es gibt einen Unterschied zwischen: „Alles ist vorbei“ und „Alles ist gerade nicht tragfähig“.
Im Alarmmodus fühlt sich beides identisch an. In der Realität ist es das fast nie. Ich spreche aus Erfahrung. In meinem Leben gab es einige existenzielle Krisen, die ich bewältigen musste und immer gab es wieder etwas, das tragfähig wurde. Auch wenn es dauerte und ich jedes Mal dachte: "Alles ist vorbei. Das war´s dann."
Was ich in all den Krisen gelernt habe: Jetzt ist es überlebenswichtig Ruhe bewahren.
Leicht gesagt! Wenn alles zusammenbricht, wirkt so ein Satz wie blanker Hohn. Als würde man sagen: „Das Haus brennt ab, aber trink erst mal einen Schluck Wasser.“ 
 
Ruhe bewahren ist keine Lösung für das, was kaputtgeht. Aber es geht im ersten Schritt nicht um „lösen“, es geht um stabilisieren. Es geht ums Runterkommen, es geht darum das Nervensystem zu beruhigen um wieder einigermaßen klar denken zu können. Erst dann sind wir überhaupt fähig die Realität klar zu sehen ohne den Panikfilm, der innerlich abläuft. Dann erst sind wir überhaupt fähig Lösungen zu suchen.
Und bevor wir das tun, brauchen wir eine klare, realistische Analyse der Situation:
Was genau ist weggebrochen?
Was davon ist irreversibel, was ist „nur“ gerade eskaliert?
Wie viele Wochen geht es noch, bis es wirklich kippt? Nicht „irgendwann“, sondern eine konkrete Zahl ermitteln.
Wo verliere ich gerade am meisten Boden?
Was ist der worst case?
Wie kann ich den verhindern?
 
Wir befassen uns zuallererst mit dem, was sich existenziell am Zerstörerischsten anfühlt. Wir räumen nicht den ganzen Schutt weg. Nur den schwersten Brocken. 
Wir suchen nach Übergangslösungen, wenn die optimale Lösung gerade nicht möglich ist.
Kein „Das wird schon“ Denken, sondern konkrete Schritte, auch wenn sie noch so klein sind, um es zu schaffen wieder ein wenig mehr Boden unter den Füßen zu erlangen. Und bloß keine Scham, wenn es darum geht uns Hilfe zu holen. Scham hält Menschen länger in der Krise als alles andere. Scham ist gerade ein „Luxus“, den wir uns nicht leisten können. Wir brauchen klares Denken und klares Handeln.
Manche Menschen oder wir selbst, sagen in solchen Situationen gern: "Du schaffst das!" Das ist ein ehrlicher Wunsch. Und leider nicht immer hilfreich. Weil „Du schaffst das!“ sich gerade nicht wahr anfühlt und unser Gehirn keine Sätze akzeptiert, die es unwahr hält.
Wir brauchen eine ruhigere, tragfähige Überzeugung. Eine, die stimmt. Nicht: Du schaffst das!, sondern: „Ich habe schon Krisen überstanden, von denen ich vorher nicht wusste, wie.“
Das ist Rückblick-Logik. Die ist wahr. Wir haben Krisen überlebt, die wir damals auch nicht im Griff hatten. Nicht ohne Angst, aber mit der Angst sind wir da durch. Und um durch zu gehen brauchen wir, wie gesagt, Ruhe. 
 
Und wie behalten wir genug Ruhe, um nicht zu verzweifeln und kopflos zu handeln?
Ruhe ist gerade kein Zustand, sondern eine wichtige Funktion. Wir brauchen sie nicht, um uns gut zu fühlen, wir brauchen sie, damit wir keine falschen Entscheidungen treffen.
 
Was jetzt wirklich hilft: 
 
Akzeptieren: Du wirst nicht ruhig sein.
Das ist wichtig.
Das Ziel ist nicht Gelassenheit, sondern:„Ich bin angespannt UND handlungsfähig.“ Sobald wir aufhören gegen die Unruhe zu kämpfen, verliert sie an Macht.
Klingt banal, ist aber so. 
 
Denken von Tun trennen: Existenzangst macht das Denken chaotisch.
Also Angstdenken nur in festen Zeitfenstern. Nur c.a. 30 Minuten zu einer bestimmten Tageszeit.
Außerhalb davon konzentrieren wir uns aufs Handeln. Wenn Angstgedanken kommen, sagen wir: „Nicht jetzt. Später.
Das ist keine Flucht und kein Verdrängen, das ist Containment.
 
Entscheidungen und Schritte aufschreiben:
Die Unruhe bleibt, solange Dinge ungeklärt im Kopf rotieren.
Mach eine Liste mit drei Spalten:
Was genau ist das Problem?
Was ist der nächste mögliche realistische Schritt?
Wann mache ich ihn?
Es geht nicht um die absolute „Lösung“, es geht um den nächsten sinnvollen Schritt.
Das Gehirn wird ruhiger, sobald es einen Punkt sieht, den es setzen kann.
 
Nervensystem runterfahren:
Wenn unser Körper im Alarmmodus bleibt, produzieren wir schlechte Entscheidungen. Regelmäßige Atemübungen, alles, was den Vagusnerv beruhigt, dient jetzt nicht zur Entspannung, sondern dazu denk-und handlungsfähig zu bleiben.
 
Suboptimale Lösungen erlauben:
Ein großer Angstauslöser ist der innere Satz: „So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt.“ Hilfreich ist: „Okay. Das ist eine Krise. Das ist ein Übergang. Das ist nicht mein Ende. Damit sinkt der Druck. Krisen fühlen sich wie Scheitern an, in Wahrheit sind sie Übergänge und brauchen eine Strategie um zur Chance zu werden.
 
Sätze, die mir in akuten Angstmomenten helfen:
Ich muss nicht alles heute lösen. Ich muss heute nur nichts verschlimmern. Ich muss nicht wissen, wie es ausgeht – nur, was der nächste Schritt ist. Nur für heute.
 

Vielleicht steckst du gerade in einer solchen Krise. Wenn du magst, können wir gemeinsam da durch gehen und Lösungen für dich finden, Schritt für Schritt.


Schreib mir gerne eine Mail an: aw@wende-praxis.de

Dienstag, 27. Januar 2026

Deine Tasse darf voll sein

 



„Fill your own cup first, as you can´t pour from an empty one“, heißt zu deutsch: „Fülle zuerst deine eigene Tasse, denn aus einer leeren kann man nicht einschenken.“
Dieser Satz steht seit einigen Tagen in einem kleinen Rahmen auf meinem Schreibtisch. Er ist eine liebevolle Erinnerung besser auf mich zu achten und bewusst mit meiner Kraft zu haushalten.
Ich teile ihn heute mit an all jenen von uns, die immer zuerst an andere denken. Mit denen, die immer geduldig zuhören, anderen helfen, andere tragen und auffangen, oft selbstverständlich und sich selbst immer hinten anstellen.
 
„Fill your own cup first“ heißt nicht: Tu weniger für andere. 
Es bedeutet: Vergiss dich selbst dabei nicht!
Deine Fürsorge für dich selbst hat Priorität. Denn nur wenn du dir erlaubst, innezuhalten, Kraft zu schöpfen und gut mit dir selbst umgehst, kannst du Fürsorge weitergeben, ohne dich selbst zu verlieren. Du darfst wichtig sein – genauso wie alle anderen.
„Fill your own cup first“ erinnert daran, dass Selbstfürsorge kein Egoismus ist, sondern eine Voraussetzung um achtsam mit unserer Lebensenergie umzugehen, denn die ist nicht unendlich. Nur wenn wir auf unsere eigenen Bedürfnisse achten und innerlich im Gleichgewicht sind, können wir auch für andere da sein, ohne dabei zu ermüden. 
 
Eine leere Tasse kann nichts geben. Erst wenn wir uns selbst nähren, haben wir genug, um anderen Kraft, Energie, Unterstützung und Liebe zu geben.
Die eigene Tasse zu füllen heißt weniger Anstrengung für all die UMS - um anderen zu gefallen, um es anderen Recht zu machen, um fremde Probleme zu lösen, um geliebt zu sein, sondern zuerst für uns selbst da zu sein. Es heißt: weniger tun müssen und uns selbst mehr erlauben. Das beginnt damit uns selbst zu achten, auf uns selbst acht zu geben, uns selbst ernst zu nehmen. Unsere Müdigkeit, unsere Erschöpfung, unsere Gefühle, unsere Grenzen, unsere Bedürfnisse, unsere Träume und Wünsche.
Uns ernst nehmen heißt ganz praktisch auch: Pausen nicht erst dann zu machen, wenn nichts mehr geht, sondern bevor nichts mehr geht. Und das ohne schlechtes Gewissen, sondern im bewussten Gewahrsein: Ich achte jetzt auf mich. Es heißt: Nein zu sagen, ohne uns dafür zu rechtfertigen. Es heißt auch: Um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen, statt Hilfe immer nur zu geben.
 
Unsere Tasse füllt sich schon durch ganz kleine Dinge.
Eine Morgenroutine, kleine Momente der Stille und Ruhe im Alltag, bewusstes Ein -und Ausatmen, einen guten Cappucchino in der Arbeitspause, den wir achtsam trinken ohne zu scrollen, frische Luft, Bewegung, Tagebuch schreiben, ein gutes Buch lesen statt endlos Serien zu gucken oder unser Gemüt mit den Schreckensnachrichten dieser Welt zu füttern, die zu ändern nicht in unserem Einflussbereich liegt, ein kurzer Mittagschlaf, ohne zu denken wir stehlen Gott die Zeit. Apropos Zeit. Wir brauchen Zeit um zu uns selbst zu kommen, Zeit für uns allein. Und wir brauchen Zeit mit Menschen, bei denen wir nichts leisten und nicht performen müssen.
Unsere Tasse füllen heißt auch: Freundlich und mit liebevoller Güte mit uns selbst zu sprechen, uns das zu geben, was wir anderen so selbstverständlich geben und uns nicht erst dann wertvoll zu fühlen, wenn wir gebraucht werden – sondern einfach, weil wir da sind, weil wir leben.
Viva la Vida!
Deine Tasse darf voll sein. Nicht irgendwann. Jetzt.

Montag, 26. Januar 2026

Ein sicherer Boden

 


 

Enttäuschung schleicht sich langsam mit der Zeit und mit den Jahren ein. 

Zurückweisungen, ein Mensch, auf den wir uns verlassen haben und der uns verrät, eine Hoffnung, die im Sand verrinnt, eine Anstrengung, die nichts bringt, ein Plan, der nicht funktioniert, ein Lebenskonstrukt, das zerbricht, eine Sehnsucht, die kein Ankommen kennt.
Mit der Zeit wird es schwer, sich ständig an Dinge oder Menschen anzulehnen oder festzuhalten, die sich plötzlich ändern können. Zu viele Enttäuschungen führen zur Erschöpfung, weil der Boden auf dem wir gehen nie fest und sicher ist. 

Die Seele aber braucht einen sicheren Boden.
Der Boden, der trägt liegt nicht im außen.
Er liegt da, wo wir auf etwas stehen, das uns sicher tragen kann, etwas das stabil ist und sich nicht plötzlich ändern kann – und das können wir nur in uns selbst finden.


Sonntag, 25. Januar 2026

Zeit

 



Seit ich in Rente bin habe das Gefühl, die Zeit rast. Nicht, weil mein Leben so voll ist, sondern weil es sich irgendwie leer anfühlt. Es ist als würden mir die Tage wie Sand durch die Finger rinnen. Ich stehe auf, mache die immer gleichen Dinge, erledige dies und das, um die Zeit totzuschlagen. Am Abend bin ich müde und weiß nicht wovon. Wenn ich dann auf den Tag zurückblicke, ist da kein klarer Anfang und kein klares Ende. Nur das ewig Gleiche. Da ist nur eine verschwommene Strecke Zeit, die vergangen ist. Ich frage mich, ob die Zeit schneller geworden ist oder ob ich aufgehört habe, richtig da zu sein. In mir so eine innere Unruhe und zugleich ist da eine Leere, die sich nicht füllen lässt. Alles rast an mir vorbei. Nichts setzt sich fest, nichts bleibt. Alles gleitet weiter, und ich mit. Früher hatte meine Zeit Gewicht. Sie war erfüllt. Sie hat Spuren in meiner Erinnerung hinterlassen. Jetzt ist sie irgendwie leblos. Das Beunruhigende ist nicht nur, dass die Zeit, die mir noch bleibt, so schnell vergeht, ich habe das Gefühl ich vergehe mit ihr. Das macht mich traurig und irgendwie macht mir das auch Angst. Was kann ich nur tun?
Diese Frage stellt mir ein Klient. 
 
Wir alle kennen das Gefühl: Je älter ich werde, desto schneller vergeht die Zeit.
Aber so ist es nicht. Objektiv vergeht die Zeit immer gleich.
In unserer subjektiven Wahrnehmung hängt unser Zeitempfinden davon ab, wie viele bedeutungsvolle Erlebnisse wir in der Zeit haben, wie wir sie wahrnehmen und abspeichern. Das Vergehen der Zeit fühlt sich nicht schneller an, weil wir älter werden oder alt sind, sondern weil das Leben im Alter oft gleichförmiger und routinierter wird, weil es weniger Neues gibt, das wir erleben. Klingt paradox, ist aber so. Wenn ich wenig Neues erlebe, wenn ich die immer gleichen Routinen abspule, kommt mir das Vergehen der Zeit schneller vor. Ein eintöniger, langweiliger Tag an dem nichts Besonderes geschieht, fühlt sich zäh an, im Rückblick aber habe ich das Gefühl als sei der Tag einfach so verflogen.
 
Unser Gehirn misst nicht in Zeit, sondern in Erlebnissen.
Viele Erlebnisse, viele neue Eindrücke schaffen viele Erinnerungen und die Zeit wird als erfüllt und länger empfunden. Je weniger geschieht, je unerfüllter an Neuem, je leerer an Inspiration, je weniger neue Herausforderungen und je weniger Begeisterung, desto schneller scheint die Zeit zu vergehen, weil das Gehirn kein Futter bekommt, was es speichern kann und worauf es dann in der Erinnerung zurückgreifen kann.
Kurz: Je mehr wir erleben, desto länger erscheint uns das Vergehen der Zeit. Je weniger wir erleben, desto schneller erscheint uns das Vergehen der Zeit.
 
Was kann mein Klient tun?
Er muss nichts ändern. Er muss nicht krampfhaft dafür sorgen ständig Neues zu erleben. Eigentlich muss er fast gar nichts ändern. Er hört nur auf, sich selbst weiter zu übergehen. Es beginnt damit, dass er sich erlaubt einfach (da) zu sein. Er zwingt sich nicht mehr, die Leere zu füllen. Er sitzt mit ihr. Das ist am Anfang vielleicht unangenehm, aber ehrlich - es ist wie es jetzt ist.
Mit der Zeit wird er spüren, dass die Zeit dort langsamer wird, wo er nicht mehr flieht, wo er keinen inneren Widerstand mehr leistet, wo er nicht mehr meint, es muss etwas Besonderes passieren. Er kann damit beginnen kleine Dinge bewusst wahrzunehmen und die Dinge bewusst und achtsam zu tun.
Das scheint wenig, aber es ändert viel.
Er darf aufhören seine Tage danach zu bewerten, ob sie erfüllt waren. Er fragt nur: Bin ich wirklich anwesend? Bin ich präsent im Moment? Bin ich achtsam bei dem, was ich tue? Nehme ich wahr, was ich tue?
Und diesem Moment hat Zeit plötzlich Gewicht. Sie rast nicht mehr so. In diesem Gewahrsein vergeht sie langsamer. Und mit der Zeit kann mein Klient vielleicht spüren: Zeit braucht nur mich. Und die Leere wird erfüllter. Er ist wieder bewusst Teil und Gestalter seiner eigenen Zeit.
Die Zeit nimmt ihn nicht mehr einfach nur mit.
Und das ist viel.
 
 
Wenn Du Dich in diesem Text wiederfindest, kannst Du mir gern schreiben. Wir finden heraus, wie es Dir gelingt achtsamer und bewusster mit Deiner Lebenszeit umzugehen.
Kontakt: aw@wende-praxis.de
Angelika Wende

Samstag, 24. Januar 2026

Der Feind in uns selbst

 



Wann immer wir uns selbst anklagen, wann immer wir uns selbst kritisieren, wann immer wir uns klein machen, wann immer wir sagen: "Ich bin nicht genug, nicht wertvoll genug, nicht liebenswert genug", trennen wir uns von uns selbst.
Wir erschaffen einen Feind in uns selbst.
Wir sind jenseits der Liebe.
Die Seele wird nicht durch Selbstanklage befreit.
Die Seele wird durch Selbstannahme und Liebe befreit. 
 
 
 
 
Angelika Wende
Kontakt: aw@wende-praxis.de

 

Freitag, 23. Januar 2026

Dankbarkeit

 

                                                           Zeichnung: Harald Keim
 
 
Dankbarkeit drängt sich nicht auf. Sie verlangt nichts.
Sie entsteht in den kleinen Momenten, im Atmen, im Dasein, im Wissen, dass nichts selbstverständlich ist. Dankbar sein heißt nicht, dass alles perfekt ist. Es heißt, das Gute wahrzunehmen, auch neben dem Schweren. Dankbarkeit verändert den Blick, weg vom Wollen, weg vom Mangel, hin zum Genug. Und manchmal ist genau das genug.
Dankbarkeit zeigt sich im Annehmen dessen, was war und was ist. Sie lebt in Erinnerungen, die bleiben dürfen und in Momenten der Stille. 
Dankbarkeit bedeutet, das eigene Leben mit Milde zu betrachten – mit allem, was gelungen ist und allem, was unvollkommen blieb. In dieser stillen Anerkennung wächst Frieden. 
Nicht laut, nicht fordernd, sondern leise und sanft.

Mittwoch, 21. Januar 2026

Lebensreflexion – achtsam die eigene Geschichte betrachten

 



Lebensreflexion – achtsam die eigene Geschichte betrachten

 

Im Leben fragen wir uns manchmal: „War es das jetzt?“
„Warum habe ich so und nicht anders entschieden?“
„Was habe ich erreicht – und was ist noch offen?“
„Was möchte ich noch erleben, bewirken oder gestalten?“

Manche Menschen suchen einfach einen empathischen, achtsamen Zuhörer, um ihre Geschichte zu erzählen. Andere möchten herausfinden, welchen Sinn ihr Leben bisher hatte und wie es weitergehen kann, wenn alte Orientierungspunkte verloren gegangen sind.

 

Dazu biete ich die Lebensreflexion an.

 

Die Lebensreflexion ist eine Form der Biografie- und Erinnerungsarbeit.
Meine Rolle ist die eines einfühlsamen Gegenübers: Ich höre achtsam zu, stelle behutsam Fragen und unterstütze Sie dabei, Ihrer eigenen Lebensgeschichte Sinn und Bedeutung zu verleihen. Auch belastende oder tragische Ereignisse können so neu eingeordnet, verstanden und verarbeitet werden. Beim Erzählen können bisher unerkannte Zusammenhänge sichtbar werden, Wertschätzung für das Vergangene entstehen und es darf sich eine heilsame Perspektive auf Ihr Leben zeigen. So können eigene Stärken, Potenziale und Fähigkeiten klar erkannt und bewusst für die Zukunft eingesetzt werden.

Im Kern geht es darum, Vergangenheit und Gegenwart zu integrieren, sie zu verstehen und anzunehmen.


Wie Erik H. Erikson es formulierte:„Die Entwicklungsaufgabe am Ende des Lebens besteht darin, Integrität zu erreichen – die eigene Biografie anzunehmen. Die Zusammenfassung und Bewertung unseres gelebten Lebens ist der Schlüssel zu Versöhnung und Akzeptanz. Und Akzeptanz ist der Schlüssel zu innerem Frieden.“

 

Erzählen Sie Ihre Geschichte, ordnen Sie Belastendes neu und entdecken Sie Ihre Stärken.

 

Wenn Sie Interesse haben oder Fragen zur Lebensreflexion, lade ich Sie herzlich zu einem kostenfreien Erstgespräch ein.

Ich freue mich auf Sie!

 

Kontakt: aw@wende-praxis

Mob. +49 171.9322364

 

Montag, 19. Januar 2026

Neues Wissen in neuen Lebensphasen

 



Hab keine Angst. Dieses Mal fängst du nicht bei null an, sondern mit Erfahrung.
Sitmmt das?
Nicht ganz.
Es wäre eine Täuschung zu glauben Neues allein mit Altem bewältigen zu können. Es wäre eine Täuschung, wenn man glaubte, was früher einmal funktioniert hat, funktioniert weiter.
Für manche Übergänge im Leben, besonders für neue Lebensphasen, brauchen wir mehr als alte Erfahrung.
Übergänge bedeuten: wir müssen lernen uns an etwas Unbekanntes anzupassen.
Wir müssen lernen eine neue Identität zu erschaffen. Identität verändert sich in neuen Lebensphasen, es ist geradezu ihr Wesen, dass sie sich in einem ständigen Prozess der Veränderung befindet. Da ist das Leben, das gelebt wurde und das Leben, das noch gelebt werden will. Wir brauchen neues Wissen und neue Werkzeuge um mit dem Unbekannten umgehen zu lernen, um uns neu zu orientieren, Unsicherheiten abzubauen und unsere Identität neu zu definieren.
 
 
„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“
– Laotse

Sonntag, 18. Januar 2026

Schritte

 



 

Wenn du etwas verändern willst, sei so sanft, geduldig, liebevoll und ermutigend mit dir selbst, wie du es mit einem kleinen Kind wärst.

Du machst Schritte, Tag für Tag, egal wie groß oder wie klein sie sind.

Manchmal stolperst du.

Manchmal fällst du hin.

Manchmal ruhst du dich aus vor dem nächsten Schritt.

Und du stehst wieder auf, wie dieses Kind.

Und du gehst weiter.

Es gibt Rückschritte und es gibt Fortschritte.

Du machst Schritte.

Das ist es, was zählt. 

Und jeder dieser Schritte zählt.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Selbstverrat

 



 

Du kannst ein unheilsames Muster nicht ändern, indem du es mit dem Verstand
erkennst.

Um zu heilen, musst du fühlen.

Und um zu fühlen, darfst du deine Gefühle nicht vermeiden.

Du musst dich ihnen zuwenden und durch Erleben lernen.

Wissen entsteht durch Analyse. Erkenntnis entspringt dem Verstand.

Heilung entsteht durch Fühlen, was der Verstand vermeidet.

Wenn dein Verstand die Macht über dein Herz hat, unterdrückst und ignorierst du deine wahren Gefühle.

Du vermeidest die Wahrheit, weil du dich ihr nicht stellen willst und bleibst in deinem Muster gefangen.

Du verrätst dich selbst, wenn du deine innere Wahrheit ignorierst.

Deine Seele spürt, wenn du dich selbst verrätst. 
Sie wird dich immer wieder mit schmerzhaften Situationen konfrontieren. 
Sie wird dich solange leiden lassen, bis dein Leiden so groß wird, 
dass du bereit bist dich deiner Wahrheit zu stellen. 
Schmerz ist ein Lehrer, der solange auftaucht bis du begreifst: 

Aus Selbstverrat kann nichts Wahrhaftiges entstehen.

 

 

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Dienstag, 13. Januar 2026

Wenn deine Liebe verraten wurde

 



Du bist belogen, betrogen und verraten worden.
Das ist eine schlimme Erfahrung. Ein Verrat erschüttert den ganzen Menschen und er wirkt nach. Ich habe es selbst erlebt und ich habe ein Buch darüber geschrieben. Das Schreiben hat mir geholfen vieles zu verarbeiten, aber der Schmerz war noch lange da. Der Schmerz über den Verrat bleibt oft auch dann, wenn die Trennung vollzogen ist und die Beziehung längst vorbei ist – manchmal tut er sogar mehr weh, weil nichts ihn mehr „relativiert“.
Was dich quält, ist nicht nur der Verlust deines geliebten Menschen, sondern der Verlust von Vertrauen, Sicherheit und eure gemeinsame Geschichte.
 
Verrat verletzt die eigene Wirklichkeit.
Dein Kopf fragt immer wieder: „War alles eine Lüge?“ "Habe ich in einer Illusion gelebt?"
Das ist normal. Dein Gehirn versucht, etwas Unbegreifliches einzuordnen. Dieses Grübeln ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Versuch, wieder Halt zu finden.
Was jetzt hilfreich sein kann:
Dein Schmerz braucht Anerkennung, nicht Wegdrücken.
Sätze wie „Es ist vorbei, ich müsste drüber hinweg sein“ machen es oft schlimmer. Besser ist, du sagst dir: „Ich wurde verraten. Natürlich tut das weh.“
Das ist kein Festhalten an der Vergangenheit – das ist ehrliches Verarbeiten.
Der Verrat definiert nicht dich, sondern den anderen.
Er hat eine Grenze überschritten.
Dass du vertraut hast, loyal warst, geliebt hast – das sind Stärken, keine Fehler, auch wenn es gerade weh tut.
 
Konkrete kleine Schritte gegen das Gedankenkreisen:
Schreibe alles auf, was du ihm/ihr nie mehr sagen wirst, all deine Gefühle (schicke es nicht ab). Wenn die belastenden Gedanken kommen: benenne sie bewusst als „Verratsgedanken“ – das schafft etwas inneren Abstand. Setze klare innere Stopps wenn du dich bei Selbstvorwürfen ertappst. Sag dir innerlich: „Stopp. Nein, es war nicht meine Schuld.“
 
Heilung ist nicht Vergessen, sondern Integrieren.
Der Schmerz und die Trauer über den Verrat werden nicht einfach „weggehen“. Aber dein Schmerz kann mit der Zeit weniger Macht über dich bekommen, sodass er dich nicht mehr täglich zerreißt. Er wird nicht für immer so intensiv bleiben, auch wenn es sich gerade so anfühlt.
 
Wenn du magst, frag dich: Kommt der Schmerz eher in Wellen oder ist er ständig da?
Gibt es bestimmte Momente oder Gedanken, die ihn besonders auslösen?
Der Schmerz darf da sein – aber du BIST nicht dein Schmerz. Er soll nicht alles in dir füllen. Du bist viel mehr als dieser Schmerz.
Im Moment nimmt der Verrat innerlich jeden Raum ein.
Ein hilfreicher Schritt kann sein, ihm begrenzte Zeit zu geben.
Nimm dir z. B. einmal am Tag 20–30 Minuten bewusst „Trauer-/Wutzeit“ (schreiben, weinen, denken).
Außerhalb dieser Zeit kannst du dir innerlich sagen: „Nicht jetzt. Ich komme später darauf zurück.“
Das stoppt das endlose Gedankenkreisen ein klein wenig.
Distanziere dich von deinem vom inneren Film.
Wenn Bilder/Gedanken ständig um den Verrat und den anderen kreisen:
Atme bewusst ein paar Mal tief ein und lange aus.
Schüttle dich aus. Mach irgendwas wodurch dein Körper in Bewegung kommt. Sing laut zu deiner Lieblingsmusik.
Wenn Panik hochkommt: Schau dich im Raum um und benenne laut 5 Dinge, die du siehst und 3 Dinge, die du hörst.
Das holt dich aus der Vergangenheit zurück ins Jetzt – auch wenn es nur kurzfristig wirkt.
 
Sanfter Selbstschutz statt Analyse.
Auf die Frage „Warum hat er/sie das getan?“ gibt es selten eine Antwort, die deine Wunde heilt. Heilsamer ist die Frage:„Was brauche ich jetzt? Was brauche ich um diese Stunde, um diesen Tag zu überstehen?“Manchmal ist die Antwort banal – und trotzdem richtig.
 
Bitte bleib nicht allein damit.
Konstanter Schmerz oder nicht enden wollende Trauer nach einem Verrat ist ein sehr guter Grund, dir Unterstützung zu holen. 
 Such dir professionelle Hilfe oder zumindest eine vetraute Person, mit der du reden kannst und bei der du nicht „funktionieren“ musst. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstfürsorge. 
 
Hör auf dich selbst zu hinterfragen.
War es meine Schuld? Was habe ich falsch gemacht?
Lass Gedanken wie: Ich war es nicht wert. Ich bin nicht gut genug. Sag dir nicht: Ich komme nicht darüber hinweg. Ich schaffe das nicht.
Du brauchst Zeit. Gib sie dir.
Was du erlebst, ist kein persönliches Versagen, dein Vertrauen wurde gebrochen und missbraucht. Dein Zustand ist eine normale Reaktion auf etwas sehr Unnormales. Das heilt nicht durch Willenskraft.
 
Viele Menschen merken erst nach einer Trennung - der Lebensgefährte war nicht nur ein Mensch – er war Sinn, Orientierung, Zukunft, ein Zuhause, ein innerer Halt.
Wenn all das wegbricht, fühlt es sich an, als wäre das ganze Leben in sich zusammengefallen. Das Leben fühlt sich leer und sinnlos an.
Ein paar wichtige Gedanken dazu:
Dein Verlust bedeutet nicht, dass dein Leben leer ist, sondern dass dein Sinn weggebrochen ist. Das ist ein großer Unterschied.
Dein Sinn war lange außerhalb von dir verankert - in ein „wir“, in Zugehörigkeit. Jetzt ist da ein schwarzes Loch. Und dieses Loch tut weh – es fühlt sich existenziell bedrohlich an.
Du musst jetzt keinen neuen Lebenssinn finden.
Das wäre zu viel verlangt.
 
Denke bitte prozessorientiert, nicht ergebnisorientiert. Ein Baum wächst nicht über Nacht und so ist jede Entwicklung geprägt von Zeit, Geduld und Vertrauen in den Prozess.
Im Moment reicht eine viel kleinere Aufgabe:
„Was hält mich heute am Leben?“
Nicht für immer. Nur für heute.
Manchmal ist die Antwort:
Eine Verpflichtung (ein vertrauter Mensch, deine Familie, deine Kinder, ein Haustier, deine Arbeit)
Du selbst, weil du wertvoll und wichtig bist.
Schaff dir eine kleine Tagesstruktur oder sag dir nur: „Ich halte diesen Tag aus.“
Auch das zählt. Sehr. Mehr als du denkst.
Sinnfindung kommt erst NACH der Stabilisierung – nicht davor.
Viele warten darauf, wieder einen Sinn zu finden, einen Grund um weiterzumachen, ein neues „Wofür“. Nach einem Verrat ist da zuerst nur Leere.
Der Sinn kehrt leise und langsam zurück, wenn der Schmerz weniger wird und etwas Raum lässt.
 
Eine ehrliche Frage an dich selbst.
Wenn du an dein früheres Leben denkst, war dein Lebenssinn mehr die Beziehung als du selbst? Hast du alles getan, nur um geliebt zu sein?
Wenn ja, dann stehst du gerade vor einer sehr schweren Herausforderung, aber auch vor einer großen Chance: Dem langsamen Wiederfinden deiner Selbst, unabhängig von jemand anderen. Das ist kein leichter Prozess, aber ein zutiefst menschlicher, an dem du wachsen kannst.
 
 
Wenn du in diesem Prozess Unterstützung brauchst, bin ich für dich da, du musst das nicht alleine durchstehen.
 
Wer es lesen möchte kann mein Buch hier bestellen:
 
 
Angelika Wende
Kontakt: aw@wende-praxis.de

Montag, 12. Januar 2026

Freude-KIller

 

                                                                 Malerei: A.Wende

 

Manche Menschen reagieren auf das Glück oder auf die Freude anderer mit negativen Kommentaren. Fast jeder von uns kennt so einen Menschen aus seinem Bekanntenkreis. Egal was man ihm an Erfreulichem oder Schönem mittteilt, immer findet er Argumente, um das, worüber man sich freut, zu relativieren oder ins Negative zu ziehen.

Warum machen manche Menschen das?

Kurz: Weil ihre eigenen inneren Themen berührt werden.

Häufig steckt eine grundlegende Unzufriedenheit dahinter. Die positive Stimmung des Gegenübers hält ihnen vor Augen, was ihnen selbst fehlt, und das kann unangenehm sein. Anstatt sich mitzufreuen, versuchen sie dieses Mangelgefühl durch Relativierung oder Kritik abzumildern.

Das Negative sagt nichts über unsere Freude aus, sondern mehr über die andere Person.
Hier sind ein paar typische Dinge, die in solchen Menschen vorgehen...

Wie gesagt: die eigene Unzufriedenheit oder Neid. 

Wenn jemand unzufrieden ist, kann das Glück und Freude anderer ihm das schmerzhaft spiegeln. Statt sich mitzufreuen, kommt dann ein negativer Kommentar, um das unangenehme Gefühl auszugleichen. Solche Menschen denken oft, wenn es mir mies geht, darf es anderen nicht besser gehen. Sie erleben sich selbst als Opfer der Umstände. Sie schauen auf das Ungute im Außen um sich selbst zu trösten. Indem sie andere finden, denen es auch mies geht findet sie „Mitleidende.“ Auf diese Weise gelingt es ihnen ihr Leid zu relativieren. Oft sind diese Menschen nicht willens etwas an ihrer unheilsamen Situation oder ihrer Unzufriedenheit zu ändern, stattdessen projizieren sie ihren Schatten auf das Außen. Ein Weg um die Eigenverantwortung nicht übernehmen zu müssen und in der Opferrolle zu verharren. 

 

Bei anderen ist es eine Art Schutzmechanismus. 

Sie haben Angst vor Enttäuschung – bei sich und bei anderen. Sie denken: „Wenn ich gleich auf das Negative hinweise, bin ich realistisch.“ Das ist vielleicht gut gemeint, kommt aber lieblos rüber.

 

Auch ein Kontroll- oder Überlegenheitsbedürfnis kann dahinterstecken.  

Durch Kritik oder Relativierung fühlen sie sich solche Menschen überlegen und schlauer, nach dem Motto: „Ich sehe die Probleme, du nicht.“ Das gibt ihnen kurzfristig ein Gefühl von Macht oder Wichtigkeit.

Auch die Schwierigkeit, positive Gefühle auszuhalten, kann dahinterstecken.
Nicht jeder Mensch kann Freude gut annehmen – weder die eigene noch die von anderen.
Positive Gefühle können Unsicherheit auslösen, besonders bei Menschen mit einer negativem Grundhaltung dem Leben gegenüber, viel innerer Anspannung, unverarbeiteter traumatischer Erlebnisse und einem grundsätzlichen Gefühl unerfüllten Lebens. Freude, Leichtigkeit oder Optimismus können bei diesen Menschen Unruhe auslösen, weshalb sie versuchen, diese Stimmung zu dämpfen.

Last but not least können sich dahinter Gewohnheit und erlerntes Verhalten verbergen.
Manche Menschen sind in einem Umfeld aufgewachsen, in denen man die Dinge eher schlechtredet als sie feiert. Sie merken gar nicht, wie destruktiv das wirkt.
Sie haben dieses Muster übernommen, ohne es jemals zu hinterfragen. Sie alen die Wlt dunklen, weil sie sie so zu deuten gelernt haben.

Die meisten Freude-Killer handeln aus einem unbewussten Schutzmechanismus heraus. Was für sie wie Fürsorge oder Klugheit wirkt, kommt beim anderen jedoch als Freude-Killer an. In all diesen Fällen sagt die negative Reaktion nichts über den Anlass der Freude aus , sondern über die innere Verfassung der Person, die sie klein redet.

Reminder!
Du darfst dich freuen. Punkt.
Wenn jemand regelmäßig deine Freude dämpft, ist es legitim, die Person darauf hinzuweisen: „Ich wollte das gerade einfach mit dir teilen, nicht relativieren“, oder du hörst auf, bestimmte Dinge mit dieser Person zu teilen.