Freitag, 29. März 2013
no question
my wounds are old
my new wounds are the result of the old ones
i am hurt
my hurts are part of me
i am what i am with them
but who could i have been without them?
this is no question.
Donnerstag, 28. März 2013
Dienstag, 26. März 2013
hangover
hangover
überhang
rest von etwas gewesenem
einem etwas nach denken
weiter denken
überdenken
nach spüren
.... zeit auszuruhen.
Sonntag, 24. März 2013
keine antwort ...
es gibt einen spruch, der geht so - keine antwort ist auch eine antwort.
und basta.
nix basta.
denn damit ist ja nicht alles erklärt.
also was ist denn keine antwort?
keine antwort ist schweigen.
aber, was verbirgt sich denn hinter dem schweigen?
darauf gibt es viele antworten.
also entweder, der um antwort gefragte ist stumm.
ist aber eher selten der fall.
keine antwort ist zum beispiel möglich, wenn der gefragte keine antwort auf die frage hat.dann könnte er aber antworten: ich kann nicht antworten. und gut ist.
mal weiter gedacht. was passiert denn mit dem, der fragt und antwortlos bleibt.
man kann ja nicht nicht kommunizieren( danke herr watzlawick!) - alles, auch keine antwort ist demnach kommunikation.
keine antwort im rahmen einer kommunikation macht den fragenden stumm.
und dann rattert es im hirn.
etwa so: warum kriege ich denn keine antwort?
habe ich was falsches, dummes, sinnloses, usw. ... gefragt?
habe ich den anderen mit meiner frage vielleicht überfordert?
hab ich irgendwann irgend etwas gemacht, was den anderen verletzt hat?
oder die harmlosere variante: hat der andere keine zeit, keine lust, was besseres zu tun? ist sein handy kaputt, sein telefon abgestellt, hat er einen pc absturz, e mail account probleme oder ist er gar schlimm krank oder vielleicht tot umgefallen?
wie gesagt - es rattert im oberstübchen.
wenn alle eventualitätten überprüft sind und sich nichts als zutreffend erwiesen hat, rattert es weiter.
was verdammt noch mal ist mit dem los, dass er mir nicht antwortet?
noch einmal ein langes nachdenken, weil man es nicht wahr haben will, dass da nichts kommt. dann endlich das ergebnis: klar, der will nicht antworten. egal warum, sonst würde er ja.übrigens - kann nicht, heißt eigentlich immer - will nicht.
ok, der fragende schluckt das. jeder wie er will. das muss man achten.
aber im fragenden passiert etwas: keine antwort lässt ihn an der ignoranz des antwortlosen abrutschen.trotz der akzeptanz, dass mensch nicht antworten muss, wenn mensch nicht will, wabert der fragende weiter in einem universum von fragen, die sich am ende meistens auf die eigene schuld fokusieren. etwa so: was hat er getan, das man ihm eine antwort schuldig bleibt?
er wird es nicht herausfinden, so sehr er sein hirn strapaziert.
am ende gibt er auf, ohnmächtig ob des unlösbaren rätsels oder wütend, oder beides, je nach temperament. er hat schließlich besseres zu tun.
aber da bleibt etwas.
keine antwort zu bekommen ist verletzend, wenn es sich um die erhoffte antwort eines menschen handelt, der dem fragenden nahe steht.
verletzend vor allem für das, was den fragenden und den nicht antwortenden verbindet - eine zwischenmenschliche beziehung nämlich.
das resultat der verletzung ist vorhersehbar.
es ist das ende einer beziehung.
wer will denn eine beziehung die derart einseitig ist?
Samstag, 23. März 2013
Baumsterben
jeden morgen wenn ich aus dem fenster sehe liegen sie da, zwei leichen, direkt unter meinem fenster. man hat sie umgebracht obwohl sie mitten im leben standen, fest verwurzelt in der erde, mit kräftigen stämmen und ästen. bald hätten sie wie jedes jahr wieder zu blühen begonnen. ich hätte ihnen dabei zugesehen, wie ich es jedes jahr tue und mich über ihre frische grüne kraft gefreut.
sie haben mir schatten gespendet im sommer und trost in manchen nächten, wenn ich schlaflos vor dem fenster saß. sie gaben mir zuversicht, weil sie immer wieder aufs neue nach dem frost des winters lebendig wurden. sie haben mir beigebracht, dass man immer wieder von neuem anfangen kann, egal wie ungut das alte war.
man hat sie abgesägt, in stücke gehackt, liegen lassen. seit wochen liegen sie da in ihrer ganzen trostlosigkeit wie eine anklage gegen menschliche ignoranz und willkür.
sie hinterlassen eine große lücke zwischen den anderen bäumen, die da noch stehen. mein zimmer ist heller als es mit ihnen war. grell fällt das licht auf die weißen wände.
warum man sie umgebracht hat, wollte ich wissen und habe die nachbarn gefragt. die nachbarn wissen es auch nicht. einer von ihnen hat einen brief an die grünen geschrieben um den mord anzuzeigen, ein anderer hat sich an die stadt gewendet um zu erfahren warum.
es gab keine reaktion und keine auskunft zu diesem sinnlosen gewaltakt.
sie waren gesund, groß und stark und jetzt sind sie tot. einfach so, weil irgendeiner entschieden hat, dass sie hier keinen platz mehr haben. wir alle fühlen uns ohnmächtig.
zwei gesunde bäume mussten fallen. das warum wird totgeschwiegen.
wir sind mundtot in unserer trauer.
Freitag, 22. März 2013
Aus der Praxis - Ich kontrolliere, also bin ich.
Wer alles kontrollieren muss hat ein anstrengendes Leben.
Er ist ständig auf der Hut. Zum Einen, weil er andere beobachten muss, um deren Verhalten berechnen zu können, zum Anderen weil er das beobachtete Verhalten interpretieren und für seine Zwecke und sein Wohlbefinden beeinflussen, manipulieren und korrigieren muss.
Menschen die andere kontrollieren müssen, haben kein Vertrauen, nicht in die anderen und nicht in sich selbst. Sie können die Dinge nicht sein lassen und sie können die Menschen in ihrem Umfeld, besonders jene, mit denen sie eine emotionale Bindung haben, nicht sein lassen.
Wer andere nicht sein lassen kann ist in seinem eigenen Sein verlassen.
Diese Verlassenheit hat ihre Ursache in der Kindheit.
Menschen, die als Kind unberechenbare, in ihren Worten, Handlungen und Verhalten nicht klar fassbare Eltern erlebt haben, neigen als Erwachsene zur Kontrolle. Das Thema, das sie ein Leben lang begleitet ist - der Drang Sein von Schein, also Klarheit von Unklarheit, Authentizität von Rollenspiel, Wahrheit von Unwahrhaftigkeit, unterscheiden zu müssen. Ein schweres Unterfangen, denn wer im Elternhaus keine Authentizität erfahren hat, weiß nicht, was echt und was unecht ist. Ein Kind mir dieser Erfahrung ist unsicher im Umgang mit Menschen und im Umgang mit sich selbst.
Das Kind, das mit einem Elternteil aufwächst, dessen Masken das wahre Gesicht verbergen, weiß nicht woran es ist. Wer nicht weiß, woran er ist, kann sich an nichts halten.
Durch die Janusköpfigkeit der Person auf die es angewiesen ist, lebt das Kind einsam und verlassen inmitten der Unberechenbarkeit und Unwahrhaftigkeit des oder der Menschen, die es liebt, auf einer einsamen Insel. Es lebt in einem Klima von Lüge. Was immer es im Verhalten des janusköpfigen Elternteils erlebt, ist diffus. Alles Diffuse macht Kindern Angst. Diese Angst führt dazu Klarheit und Berechenbarkeit zu suchen. Ein untauglicher Versuch. Auch das spüren Kinder instinktiv. Die wiederholten untauglichen Versuche zu verstehen und einzuordnen was wahr und was unwahr ist, was echt und was unecht ist, führen zum Erleben tiefer Ohnmacht. Aber auch diese Ohnmacht kann das Kind weder benennen noch rational begreifen. Es fühlt sie. Und was wir fühlen gräbt sich ein.
Um sein Ohmachtsgefühl zu kompensieren lernt das Kind zu beobachten - die anderen, die Mutter oder den Vater. Getrieben von der Sehnsucht das Echte zu erkennen, ist es so ständig im Außen orientiert. Daher gelingt es ihm nicht, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Was dazu führt, dass es neben der Unfähigkeit zu vertrauen, zu einer sehr bruchstückhaften Herausbildung eines eigenen Selbst kommt. Mit anderen Worten - ein gesundes Selbst - Bewusstsein bekommt, noch bevor es sich überhaupt entwickeln kann, Schlagseite.
Wer als Kind ständig im Teich eines nebulösen Elternbildes schwimmt, fischt im Trüben.
Das will es als erwachsener Mensch verhindern. Es entwickelt sich zum Kontrolleur anderer. Es muss endlich Klarheit erlangen, einen Halt spüren, den es als Kind schmerzhaft vermisst hat. Es muss aus der Position der Ohnmacht in die Position der Macht gelangen.
Kontrolle hat immer mit Machtwillen zu tun. Ebenso wie Ohnmacht. Sie ist der Gegenpol der Macht. Wer Ohnmacht erlebt hat, hat sich selbst als Opfer erlebt und die anderen als Täter. Das Motiv der Kontrolle ist das (wieder) Erlangen der als Kind verlorenen Macht über das eigene Sein. Durch das Mittel der Kontrolle gelingt dieses Machtgefühl in der eigenen Wahrnehmung. In Wahrheit ist diese Macht aber wieder nur scheinbar. Der Kontrolleur ist in seinem alten Muster gefangen, er ist erneut Opfer, das Opfer seiner eigenen Kontrollsucht, jedoch ohne sich dessen bewusst zu sein. Er ist wieder Beobachter und wie als Kind abhängig vom Handeln und Verhalten anderer, welches sein Sein beeinflusst. Er ist wieder im Außen und nicht innen, bei sich selbst nämlich. Er verliert sich im Außen, in der Anstrengung alles unter Kontrolle zu behalten.
Dass man Nichts und Niemanden kontrollieren kann ist ihm möglicherweise auf der kognitiven Erwachsenenebene sogar bewusst - das innere Kind, das Unterbewusstein, suggeriert ihm jedoch etwas anderes. So sind Kontrolleure, solange sie sich das Unbewusste nicht bewusst machen, Gefangene ihrer Sucht nach Berechenbarkeit. Um Macht zu erlangen werden sie sogar zu Manipulatoren. Die Mittel der Macht sind vielfältig, aber der Zweck ist immer - Macht zu spüren.
Das Tragische ist: Menschen, die andere kontrollieren müssen, verlieren dabei die Kontrolle über sich selbst.
Sie sind streben nach einer Macht, die sie nie befriedigen kann, denn die frühe Ohmachtserfahrung ist in jeder Zelle gespeichert. Ihre Macht ist eine scheinbare, denn ihnen fehlt die einzige Macht, die sie erlösen kann - die Macht über sich selbst. Die anderen merken das irgendwann und entziehen sich dieser Macht. Das Ende vom Lied ist - der Kontrolleur ist wieder zurückgeworfen auf die alte Kindheitserfahrung - indem sich das Subjekt der Kontrolle, der Kontrolle entzieht, erlebt er die selbe Einsamkeit, die selbe Haltlosigkeit und Ohnmacht, die die Kindheit vergiftet hat, wieder neu.
Und dann beginnt der Teufelskreis von vorne - mit der Suche nach einem neuen Subjekt, das zu kontrollieren ist.
Der heilsame Weg aus diesem Teufelskreis heraus wäre damit anzufangen, Kontrolle über sich selbst zu erlangen. Dieser Weg beginnt mit der Selbstbeobachtung.
Er ist ständig auf der Hut. Zum Einen, weil er andere beobachten muss, um deren Verhalten berechnen zu können, zum Anderen weil er das beobachtete Verhalten interpretieren und für seine Zwecke und sein Wohlbefinden beeinflussen, manipulieren und korrigieren muss.
Menschen die andere kontrollieren müssen, haben kein Vertrauen, nicht in die anderen und nicht in sich selbst. Sie können die Dinge nicht sein lassen und sie können die Menschen in ihrem Umfeld, besonders jene, mit denen sie eine emotionale Bindung haben, nicht sein lassen.
Wer andere nicht sein lassen kann ist in seinem eigenen Sein verlassen.
Diese Verlassenheit hat ihre Ursache in der Kindheit.
Menschen, die als Kind unberechenbare, in ihren Worten, Handlungen und Verhalten nicht klar fassbare Eltern erlebt haben, neigen als Erwachsene zur Kontrolle. Das Thema, das sie ein Leben lang begleitet ist - der Drang Sein von Schein, also Klarheit von Unklarheit, Authentizität von Rollenspiel, Wahrheit von Unwahrhaftigkeit, unterscheiden zu müssen. Ein schweres Unterfangen, denn wer im Elternhaus keine Authentizität erfahren hat, weiß nicht, was echt und was unecht ist. Ein Kind mir dieser Erfahrung ist unsicher im Umgang mit Menschen und im Umgang mit sich selbst.
Das Kind, das mit einem Elternteil aufwächst, dessen Masken das wahre Gesicht verbergen, weiß nicht woran es ist. Wer nicht weiß, woran er ist, kann sich an nichts halten.
Durch die Janusköpfigkeit der Person auf die es angewiesen ist, lebt das Kind einsam und verlassen inmitten der Unberechenbarkeit und Unwahrhaftigkeit des oder der Menschen, die es liebt, auf einer einsamen Insel. Es lebt in einem Klima von Lüge. Was immer es im Verhalten des janusköpfigen Elternteils erlebt, ist diffus. Alles Diffuse macht Kindern Angst. Diese Angst führt dazu Klarheit und Berechenbarkeit zu suchen. Ein untauglicher Versuch. Auch das spüren Kinder instinktiv. Die wiederholten untauglichen Versuche zu verstehen und einzuordnen was wahr und was unwahr ist, was echt und was unecht ist, führen zum Erleben tiefer Ohnmacht. Aber auch diese Ohnmacht kann das Kind weder benennen noch rational begreifen. Es fühlt sie. Und was wir fühlen gräbt sich ein.
Um sein Ohmachtsgefühl zu kompensieren lernt das Kind zu beobachten - die anderen, die Mutter oder den Vater. Getrieben von der Sehnsucht das Echte zu erkennen, ist es so ständig im Außen orientiert. Daher gelingt es ihm nicht, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Was dazu führt, dass es neben der Unfähigkeit zu vertrauen, zu einer sehr bruchstückhaften Herausbildung eines eigenen Selbst kommt. Mit anderen Worten - ein gesundes Selbst - Bewusstsein bekommt, noch bevor es sich überhaupt entwickeln kann, Schlagseite.
Wer als Kind ständig im Teich eines nebulösen Elternbildes schwimmt, fischt im Trüben.
Das will es als erwachsener Mensch verhindern. Es entwickelt sich zum Kontrolleur anderer. Es muss endlich Klarheit erlangen, einen Halt spüren, den es als Kind schmerzhaft vermisst hat. Es muss aus der Position der Ohnmacht in die Position der Macht gelangen.
Kontrolle hat immer mit Machtwillen zu tun. Ebenso wie Ohnmacht. Sie ist der Gegenpol der Macht. Wer Ohnmacht erlebt hat, hat sich selbst als Opfer erlebt und die anderen als Täter. Das Motiv der Kontrolle ist das (wieder) Erlangen der als Kind verlorenen Macht über das eigene Sein. Durch das Mittel der Kontrolle gelingt dieses Machtgefühl in der eigenen Wahrnehmung. In Wahrheit ist diese Macht aber wieder nur scheinbar. Der Kontrolleur ist in seinem alten Muster gefangen, er ist erneut Opfer, das Opfer seiner eigenen Kontrollsucht, jedoch ohne sich dessen bewusst zu sein. Er ist wieder Beobachter und wie als Kind abhängig vom Handeln und Verhalten anderer, welches sein Sein beeinflusst. Er ist wieder im Außen und nicht innen, bei sich selbst nämlich. Er verliert sich im Außen, in der Anstrengung alles unter Kontrolle zu behalten.
Dass man Nichts und Niemanden kontrollieren kann ist ihm möglicherweise auf der kognitiven Erwachsenenebene sogar bewusst - das innere Kind, das Unterbewusstein, suggeriert ihm jedoch etwas anderes. So sind Kontrolleure, solange sie sich das Unbewusste nicht bewusst machen, Gefangene ihrer Sucht nach Berechenbarkeit. Um Macht zu erlangen werden sie sogar zu Manipulatoren. Die Mittel der Macht sind vielfältig, aber der Zweck ist immer - Macht zu spüren.
Das Tragische ist: Menschen, die andere kontrollieren müssen, verlieren dabei die Kontrolle über sich selbst.
Sie sind streben nach einer Macht, die sie nie befriedigen kann, denn die frühe Ohmachtserfahrung ist in jeder Zelle gespeichert. Ihre Macht ist eine scheinbare, denn ihnen fehlt die einzige Macht, die sie erlösen kann - die Macht über sich selbst. Die anderen merken das irgendwann und entziehen sich dieser Macht. Das Ende vom Lied ist - der Kontrolleur ist wieder zurückgeworfen auf die alte Kindheitserfahrung - indem sich das Subjekt der Kontrolle, der Kontrolle entzieht, erlebt er die selbe Einsamkeit, die selbe Haltlosigkeit und Ohnmacht, die die Kindheit vergiftet hat, wieder neu.
Und dann beginnt der Teufelskreis von vorne - mit der Suche nach einem neuen Subjekt, das zu kontrollieren ist.
Der heilsame Weg aus diesem Teufelskreis heraus wäre damit anzufangen, Kontrolle über sich selbst zu erlangen. Dieser Weg beginnt mit der Selbstbeobachtung.
Donnerstag, 21. März 2013
urteile ...
ich mache mir kein bild von mir aufgrund der urteile
anderer.
ich beurteile mich selbst.
deshalb suche ich die konfrontation mit mir selbst, anstatt mich an der außenwelt zu orientieren.
das fremde bild ist nicht das meine. es ist ein zerrbild, das mich mir selbst entfremdet.
ich beurteile mich selbst.
deshalb suche ich die konfrontation mit mir selbst, anstatt mich an der außenwelt zu orientieren.
das fremde bild ist nicht das meine. es ist ein zerrbild, das mich mir selbst entfremdet.
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