Donnerstag, 31. März 2011

gedankensplitter 18

der traum und die vision - sind sie das gleiche.
sind unsere träume nicht oft von sehnsucht nach etwas namenlosen getragen und die vision von etwas, was erschaffen werden will, oder setzt die vision den traum voraus und was ist mit der illusion, als nährboden sinnloser träume.
eine vision, basierend auf dem, was in uns angelegt ist, den potentialen, die wir besitzen, ist der weg einen traum lebbar zu machen ...
es ist möglich, wenn gott auf unserer seite ist.

instabil

es ist nacht und ich sehe, dass wieder tag vergangen ist und wieder habe ich erfahren, dass das leben eine einzige kette von veränderungen ist ... und das ist gut so ...

und das was gestern so groß war ist heute kleiner, weil da etwas anderes ist, das größer ist. und vielleicht ist das leben nicht in der stabiltät angelegt, sondern in der instabilität und sicher in der bewegung.

ja, sicher, in der bewegung.

zeit RAUM

der raum ist die summe meiner möglichkeiten
zeit ist das, was gerade ist
über zeit hinaus denken macht eng

wenn ich mich mit dem raum beschäftige
habe ich die chance mich mit dingen zu beschäftigen
die ich nie zuvor gesehen habe

ich experimentiere unabhängig vom zeitdenken im raum

Mittwoch, 30. März 2011

Herz 18

in der liebe
treten zwei menschen wechselseitig für die freiheit des anderen ein,
damit beide als sie selbst aufblühen können.

Herz 17




ich begegne mir selbst ohne mich zu beurteilen
ich begegne mir selbst, achte mich
für alles was ich bin,
alles was ich nicht bin
ich erkenne mich selbst im licht und im dunkel,
lächle mir zu, mache die entdeckung von l i e b e

Landschaft mit Segeln

Der Mann sprach von Liebe
er war ein Fremder
er sagte, ich will einen Hafen finden
zu lang sei er auf dem Meer gesegelt
er sei müde von der Flucht vor sich selbst
er sagte, das Meer habe hat ihn müde gemacht
es habe ihm keine Antworten auf seine Fragen gegeben
er sagte, es sei genug

Die Frau glaubte dem Mann
sie glaubte, sie sei es, die ihn retten kann
sie glaubte an die Liebe

Der Mann sagte, sie sei es, die er immer gesucht habe
die, die ihn komplett mache
er sagte, du bist mein fehlender Teil
er glaubte, was er sagte

Die Frau liebte den Mann, weil war müde ist vom Suchen
auch sie hatte gesucht all die Jahre an Land
das Land, das ihr keine Antworten auf ihre Fragen geben konnte

Der Mann und die Frau legten ihre Teile zueinander
verschmolzen zu einem Ganzen
wurden eins, das Meer und das Land
eine Landschaft mit Segeln

Zeit verging
und das Meer überflutete das Land
die Frau sah die Flut
sie hatte keine Angst
sie glaubte an die Liebe
bis sie im Meer versank

Der Mann erschrack
er sah das Meer
sprachlos über seine Macht

Dienstag, 29. März 2011

die erträgliche leichtigkeit des seins

sie rauchte, sah ihn an. das bittere, schale klebte in ihrer mundhöhle. lustlos schluckte sie es herunter. sie war eine fremde geworden im eigenen leben, eine sucherin, eine trauernde, eine frau ohne vertrauen, weder zu sich selbst noch anderen gegenüber, weit davon entfernt bei sich selbst zu sein. tief im inneren nagte das zersetztende gefühl von unvollständig sein, weil da niemand war, der ihr beim leben zuschaute.

das wollen wir doch alle, diesen treuen zuschauer, der uns ansieht uns wahrnimmt in dem was wir sind und tun, der uns die rolle bestätigt, die wir spielen, der uns applaudiert, auch wenn wir eine miese vorstellung geben und uns auch noch zulächelt, wenn wir kostüm und maske abgelegt haben, sagte sie.

er sah sie an, schwieg, enttäuscht.

sie hatte viel verloren in den letzten jahren. wer viel verliert fürchtet sich weniger vor verlust. wer zu oft verliert, verliert die lust am festhalten wollen. es ist wie eine konditionierung durch eine sich ständig wiederholende ähnliche erfahrung. wieder ein schmerz und man nimmt ihn hin.

er schüttelte den kopf. fassungslos.

sie lächelte: es ist einfacher zu leben, wenn da kein wollen mehr ist. wenn sich wunschlosigkeit einstellt wird alles zur erträglichen leichtigkeit des seins. nur das unerträgliche wiegt schwer.

als er aufstand um zu gehen sah sie die tränen in seinen augen.