Mittwoch, 11. Dezember 2013

danke, dass es dich gibt ...

wenn wir als erwachsene menschen immer das gefühl haben das leben ist gegen uns, wenn unsere beziehungen immer voller konflikte sind, wenn bei allem immer leise angst oder traurigkeit mitschwingen, dann ist das kein zufall. dann hat das einen grund. dieser grund liegt in unserem mangelnden vertrauen in das leben.

der grund für dieses mangelnde vertrauen in das leben ist, dass weder unsere geburt, noch unsere kindheit mit dankbarkeit und freude begrüßt und begleitet wurde. der grund liegt darin, dass wir niemals gelobt wurden für das, was wir sind, einfach weil wir sind. der grund liegt darin, dass wir, aus welchem grund auch immer, nicht willkommen waren im leben derer, die uns das leben geschenkt haben. der grund liegt darin, dass wir für unser dasein nicht geliebt wurden. diese erfahrung des nicht willkommen seins hat für die von uns, die sie machen, eine verheerende wirkung. sie ist schlimmer als jeder schlag, jede körperliche misshandlung, denn sie vernichtet unsere daseinsberechtigung.

es sind fünf kleine worte: danke, dass es dich gibt!  ...  die uns fehlen.

sagen wir es uns selbst und unseren eigenen kindern jeden einzelnen tag: danke, dass es dich gibt!

damit machen wir das, was geschehen ist nicht mehr rückgängig, damit heilen wir die tiefe wunde des nicht gewolltseins nicht, aber wir nehmen gott ernst, der uns aus irgendeinem grund genau dieses leben geschenkt hat und mit diesem leben eine große aufgabe: zu lernen uns selbst zu achten, an uns selbst zu glauben und daran, dass wir wertvoll sind, und - auch wenn man uns das gegenteil beigebracht hat  - zu lernen uns selbst zu lieben.

das ist ein prozess. es ist wie laufen lernen, hinfallen, aufstehen, weiter laufen -  und zwar so lange bis wir dem davon gelaufen sind, was uns vernichten wollte.

solange wir laufen leben wir und wir können spüren: es hat uns nicht vernichtet - das ist der beweis dafür, dass wir leben sollen.

sagen wir es unseren kindern und uns selbst jeden einzelnen tag: danke, dass es dich gibt!

Dienstag, 10. Dezember 2013

dezember


dezember
das jahr reflektieren
einatmen
ausatmen
was gut war
was schlecht war
anerkennen
alles ist eine lektion
ich eine schülerin

Samstag, 7. Dezember 2013

Vom Zusammenhang des schlechten Schlafes und der Dummheit



Als "zoon politikon" hat einst der griechische Philosoph Aristoteles das gesellige Wesen Mensch bezeichnet, das am Liebsten in der Gemeinschaft lebt. Das war 384 vor Christi, lange nach der Steinzeit und auch da schon rottete sich der Homo Sapiens zu Gruppen zusammen.

Tja, der Mensch ist nicht gern alleine und das auch besonders was die Nacht angeht. Das flötete dereinst Marika Rökk, Gott hab sie selig, völlig ahnungslos, welch ungesundes Denkgut sie da über den Äther verbreitete. Zum Ungesunden gleich mehr.
 

Ich schlafe am Liebsten alleine. Und zwar aus einem einzigen Grund: Allein schlafe ich besser. Nichts ist erholsamer als meine Nachtruhe allein zu genießen, ausschließlich begleitetet vom eigenen Atmen. Das ist wunderbar still, so still wie es sein muss um mich acht Stunden tief und wohlig in Morpheus Armen zu wiegen und morgens frisch und ausgeruht aus den Federn gucken zu lassen. Mein Schlaf ist mir heilig. Beim Schlafen halte ich es ganz nach dem Motto des Archimedes, das da lautete: „Störe meine Kreise nicht“. Bisher hat mich, ob dieser Haltung, auch noch keiner erschlagen, so wie es einst dem armen Archimedes widerfuhr, der, intensiv mit einem mathematischen Beweis beschäftigt, die in seine Stadt eingedrungenen Soldaten bat ihm seine Ruhe zu lassen. Seinem Wunsch wurde just im selben Augenblick Folge geleistet. Er fand seine Ruhe. Dass diese allerdings die ewige war, war ihm wohl nicht so recht. Ein tragischer historischer Vorfall, dessen Kenntnis mich dennoch nicht davon abbringt den alleinigen Schlaf zu verfechten. 

Apropos Stören. Außer Autolärm unter dem Schlafzimmerfenster oder Besoffenengegröle ist der größte Störfaktor des gesunden Schlafes der eigene Partner. Ups, wer hätte das gedacht. All die eng umschlungenen in weichen Kissen zusammenliegenden Liebenden werden jetzt aufhorchen und vehement die Köpfe schütteln: Das kann nicht sein, wo es doch zu zweit so schön kuschelig ist. Ist es auch - beim Einschlafen, beim Durchschlafen allerdings nicht.

Da nützt auch die größte Bettstatt mit zwei voneinander getrennten Lattenrosten nichts. Fakt ist: Zu zweit schläft es sich ungesünder. Eigentlich völlig logisch wenn wir den gesunden Menschenverstand einschalten, der dann allerdings gegen unser seit Urzeiten verinnerlichtes Gruppenbildungsbedürfnis ankämpfen muss. Was ja nicht so einfach ist, weil wir besonders kollektiv verankerten Konditionieren gegenüber in den meisten Fällen machtlos sind. Aber wer glaubt denn ernsthaft, aller Kollektivneurosen zum Trotze, dass das nächtliche Herumwälzen, das lautes Atmen des fremden Rhythmus neben uns, das Sequenzen – oder Dauerschnarchen oder gar der Husten des geliebten Mitschläfers, bei dem man sich dann auch garantiert ansteckt, weil man über Stunden alle vom anderen ausgehusteten Bazillen und Viren einatmet, wirklich gesund sein könnte. Hallo! Das sind massive Störungen, die die nächtliche Erholung, die Mensch dringend braucht um geistig und körperlich fit zu bleiben, immens und nachhaltig beeinträchtigen.

Wer klug ist und gut für sich sorgt schläft alleine. Liebe hin oder her. Oder bedeutet Liebe bis das der Tod sie scheidet in schlechtschlafenden Nächten zu verharren, weil man dem Partner nicht sagen will – du ich schlafe alleine besser, nur weil der sich dann vielleicht zurückgestoßen oder verletzt fühlen könnte? Sollte das wirklich der Fall sein, ist es vielleicht an der Zeit über die Beziehung nachzudenken, denn - wer liebt sorgt erst gut für sich selbst und dann gut für den anderen.

Aber da ist schon das nächste Problem: Frauen schlafen besser wenn sie alleine schlafen, Männer tiefer wenn sie in Gesellschaft schlafen, hat die Schlafforschung herausgefunden. Da sind Beziehungsdiskussionen natürlich vorprogrammiert. By the way - das hätte ich den Schafforschern auch sagen können. Dazu reicht meine lebenslange Erfahrung in Sachen „das Bett mit einem Mann teilen“. Die Erfahrung zeigt: Erstens schlafen Männer schneller ein und zweitens schnarchen sie lauter als wir Frauen, was sie selbst überhaupt nicht stört, ihre Bettnachbarin aber sehr. Schnarchen ist Dauerstress fürs Unterbewusstsein, in etwa genauso schädigend wie nach dem Feng Shui Spiegel im Schlafzimmer, die neben oder gegenüber oder über dem Bett angebracht sind. Ganz schlecht fürs Chi ist das. Und schlechtes Chi ist schlecht für die Lebenskraft und wer es nicht glaubt wird es irgendwann zu spüren bekommen.

 Apropos Schlafforscher. Diese haben auch herausgefunden: "Zu wenig oder schlechter Schlaf machen alt und ruinieren die Gesundheit", so der Schlafforscher Jürgen Zulley. Schlafmangel und schlechter Schlaf schwächen die Immunabwehr, machen anfällig für verstopfte Gefäße und für eine gestörte Verdauung. Mit anderen Worten – schlecht schlafen hemmt in der Tat den Energiefluss. Er stört weit mehr mehr als die eigenen Kreise – nämlich den ganzen Organismus. Gesunder Schlaf dagegen stärkt das Gedächtnis: Was wir am Tag aufgenommen haben wird in der Ruhe der Nacht verarbeitet, allerdings nur wenn wir Ruhe finden. Aber es kommt noch dicker :"Schlafmangel macht dauermüde, dick und dumm", so Jürgen Zulley.

Ich habe es geahnt, das Dilemma mit dem gestörten Schlaf hat ganz und gar nichts Gutes, aber dass es letztlich sogar dumm macht erschüttert mich jetzt doch. Ich bin noch nicht verblödet. Damit mir das in naher Zukunft auch nicht passiert, schlafe ich alleine. Und egal wer aus der Gruppe des zoon politikon wagt meine nächtlichen Kreise zu stören wird im Zweifel erschlagen.


           

Freitag, 6. Dezember 2013

erzähle



erzähle deine geschichte, 
erzähle sie so oft, 
bis du sie erzählen kannst
ohne dabei schmerz oder leid zu fühlen.



R.I.P. NELSON MANDELA




                                          foto: quelle www

es ist unglaublich, was ein mensch ertragen kann ohne zu zerbrechen, ohne aufzugeben, ohne sich der macht der unwissenden zu beugen, ohne den glauben und die zuversicht zu verlieren und ohne die liebe zu den menschen zu verlieren. 

nelson mandela war ein mensch, der niemals aufgab, ein mensch, der uns zeigte, was ein mensch sein kann. 

danke!

ruhe in frieden, nelson mandela