Dienstag, 25. Juni 2019

Warten auf Godot

Foto: A.Wende

"Ey, wir sitzen im Wartesaal zum Glücklichsein.
Und wir sitzen im Wartesaal und warten mal
Und warten mal ..."
So lautet ein Textauszug aus einem Song des Liedermachers Bosse.

Genauso fühlt es sich manchmal an.
Wir haben das Gefühl wir sitzen im Wartesaal und der Zug kommt und kommt nicht.
Wir warten weiter.
Wir sitzen da und warten auf bessere Zeiten.
Wir warten auf Menschen, die nicht kommen, sich nicht für uns entscheiden können oder endlich ihr Leben verändern, weil es so wie es ist, nicht gut ist. Wir warten auf das Einlösen von Versprechen, die man uns gegeben hat. Wir warten auf Entscheidungen, die wir selbst nicht treffen können. Wir warten auf Veränderungen, die wir nicht angehen. Wir warten auf Hilfe und Unterstützung von Außen. Wir warten auf das Glück. Wir warten auf die Liebe, die uns seit einer gefühlten Ewigkeit scheinbar vergessen hat. Wir warten auf den Job, der uns zufrieden macht. Wir warten auf die Kinder, die uns nicht besuchen kommen. Wir warten auf unsere Gesundheit, die endlich besser werden soll. Wir darauf, dass Gott oder das Universum endlich in unser Leben eingreift und es für uns richtet. Wir warten auf den inneren Frieden, den wir nicht finden. Wir warten auf Einsicht und Klarheit.

Menschen warten auf vieles. Und viele von uns warten umsonst. Wir verharren wie die beiden Protagonisten in Samuel Becketts gleichnamigen Theaterstück, zwanghaft in langem, sinnlosem, vergeblichem Warten auf Godot.

Wir warten und eine zähe Zeit zieht an uns vorbei.
Wir fühlen uns wie bestellt und nicht abgeholt in diesem trüben kalten Saal und das Einzige was uns noch immer da sitzen lässt ist die Hoffnung, dass der Zug Richtung besseres Leben doch noch irgendwann kommt.
Hoffnung ist gut.
Ohne Hoffnung sind wir als Menschen verloren.
Aber manchmal ist Hoffnung gar nicht gut, weil sie eine passive Haltung ist, die uns zwar hilft uns über das Untröstliche hinwegzutrösten, uns aber davon abhält aktiv zu werden und unser Leben in die Hand zu nehmen, anstatt es mit zermürbenden Warten zu verbringen auf den Zug, der ums Verrecken nicht kommt.

Und was, wenn er nie kommt?
Was, wenn wir sinnlos unsere Zeit vergeuden?
Was, wenn wir unsere Lebenszeit, von der wir nicht wissen, wie viel uns bleibt, mit diesem zermürbenden Warten verbringen, während draußen das Leben stattfindet, ohne uns?

Wir werden immer enttäuschter.
Wir werden immer frustrierter.
Wir werden immer hoffnungsloser.
Wir resignieren und irgendwann sitzen wir fest.
Nichts geht mehr.

Wir sind derart gelähmt, das wir es nicht mehr schaffen unseren Hintern zu heben und diesen bedrückenden Wartesaal endlich zu verlassen.
Das ist der Punkt an dem es die Depression ganz leicht hat uns zu erwischen.
Wollen wir das wirklich zulassen?

Unser Leben sollte nie zu einem Wartesaal werden. 
Unsere Lebenszeit sollte keine vergeudete Zeit sein. 

Mit Blick auf die Ewigkeit ist es eine Untat an uns selbst auf etwas zu warten, was nicht kommen und nicht sein wird. Und meistens wissen wir auch um unser sinnloses Warten und wollen es nur nicht wahrhaben, weil es weh tut die Wahrheit zu spüren, die wir so nicht wollen, die unsere Träume und Wünsche ausradiert und uns vor einem leeren weißen Blatt sitzen lässt.
Aber ein leeres Blatt ist allemal besser als ein mit sinnlosem Wünschen und Hoffen bekritzeltes.
Auf dem leeren Blatt können wir eine neue Geschichte schreiben.

Anstatt zu warten sollten wir unsere ganze Kraft zusammennehmen, die Hoffnung durch Zuversicht und Mut ersetzen, aufstehen und gehen. Hauptsache wir gehen. Gehen im Sinne von: „ In Bewegung kommen“ und es anpacken das Leben, auch wenn es schwer erscheint.
Aber um das zu tun, müssen wir zuerst einmal genau von dem loslassen, auf das wir seit einer gefühlten Ewigkeit sinnlos warten.

Namaste Ihr Lieben

Montag, 24. Juni 2019

Weisheit




Foto: www


Erkenne dich selbst!
Das ist in der Tat so schwer und so hart, dass wir gerne immer wieder neue Konstrukte machen, alte und neue Ablenkungen suchen, alte und neue Kompensationen machen, hundert Mal das Gleiche tun und die selben Ergebnisse erhalten, uns weiter benebeln, uns verstecken, uns selbst belügen und und und.

Was für ein Aufwand und wir erreichen nichts.

Und die ganze Zeit fordert uns die Weisheit auf, uns für das Leben zu entscheiden. Sie will nicht, dass wir einfach nur weitermachen mit dem, was uns nicht gut tut. Sie will nicht, dass wir weiter funktionieren, durchhalten, überleben und auf bessere Zeiten hoffen, in denen wir endlich das tun, was wirklich wichtig ist. Sie will, dass wir das Leben aktiv leben, so wie es gut, erfüllend und sinnvoll für uns ist. Sie will, dass wir radikal zu uns selbst stehen und zu dem, was wir wirklich sind und brauchen. 

Sie wird solange an unseren Illusionen rütteln, darüber was wir zu wissen oder zu brauchen glauben, bis wir der Wahrheit ins Gesicht schauen. Sie wird uns weit über das hinausführen, was wir bisher zu wissen glaubten.

Sie wird uns zeigen, was wir ändern können und was wir nicht ändern können, worauf wir Einfluss haben und was wir nicht beeinflussen können.
Sie wird uns uns mit allen Mitteln solange auffordern all das zu erkennen, bis wir bereit dazu sind.

Namaste 

Sonntag, 23. Juni 2019

Ein kreatives Leben


Foto: Performance Art Depot , Mainz

Ein kreatives Leben leben, heißt nicht, die schnöde Welt kann mich mal, ich mache ab jetzt nur noch Kunst, Theater, Musik oder ich werde Schriftsteller.
Ein kreatives Leben leben heißt: Neugierig sein und es bleiben, die Dinge zu tun, die du liebst und sie so oft zu tun, wie es möglich ist und sie zu vervollkommnen.

Es heißt: Dir deiner Neurosen und Probleme bewusst zu werden, an dir selbst zu arbeiten und deine Probleme zu lösen, anstatt zu jammern oder wie ein motziges kleines Kind in ewiger Ambivalenz und chronischer Unzufriedenheit hin und herzuspringen und auf Hilfe von Außen zu warten.
Kreativ leben heißt: Verantwortung für dich selbst zu übernehmen.

Die kleinen Träume zu leben und dein Ding klar und authentisch durchzuziehen, weil es das Beste ist, was du tun kannst um deinem Leben Schönheit, Sinn, inneren Frieden und Freude zu verleihen. Ein kreatives Leben ist ein erweitertes Leben, ein schöperisches, achtsameres, interessanteres und erfüllteres Leben. Go for it!

Freitag, 21. Juni 2019

Entwicklung ist Leben, intensives, volles Leben.




Ihr Lieben,
"Es klingt so einfach und ist so unendlich schwer", diesen Kommentar lese ich oft unter meinen Zeilen. Ja, und das ist wahr. Es ist absolut wahr, es ist schwer.
Aber wer sagt, dass es einfach ist?
Keiner behauptet das. Ich schon gar nicht. Ich kenne all die Hürden, all die inneren und äußeren Kämpfe, all die Höhen und Tiefen, die wir auf dem Weg zu uns selbst und unserer uneingeschränkten Lebendigkeit zu bewältigen haben. Ich kenne den Schmerz, die Verluste, das Scheitern, das Wiederaufstehen, die Hoffnungslosigkeit, die Mutlosigkeit, die Angst, die Trauer, die Wut und die Verzweiflung und ich kenne die Ohnmacht. Das alles auszuhalten ist schwer. Und wenn man dann lange lange braucht um an den Punkt zu kommen wo klar wird, dass das alles nie aufhört, dann kommt auch der Gedanke: Wofür mühe ich mich so ab? Es wird nicht besser. Auch das kenne ich.
Aber genau das ist nicht wahr!

Es wird besser. Vielleicht nicht gut, aber besser. Solange wir die Bereitschaft haben weiterzumachen.
Es wird dann besser, wenn wir akzeptieren, dass all das Schöne und all das Unschöne zum Leben und zum Menschsein gehört. Es ist immer beides. All die Kämpfe, all die unliebsamen Gefühle, die da sind, und immer wieder da sind, sind normal. Wenn wir bereit sind sie als das „auch Normale“ anzunehmen ohne daran zu verzweifeln, ohne uns komplett aus der Bahn werfen zu lassen und einen angemessenen Umgang damit finden, haben wir schon viel geschafft. 

Ich gebe nicht vor etwas zu wissen, was ich nicht selbst erfahren habe. Andererseits versuche ich auch nicht Unwissen vorzutäuschen, wenn ich tatsächlich etwas weiß.
Ich weiß, dass Veränderung möglich ist. Nicht bei allen Menschen, auch das weiß ich.
Bei den Menschen, die zu mir kommen erlebe ich ausnahmslos eine Veränderung zum Guten hin. Manchmal dauert es Wochen, manchmal Jahre. Ich habe Klienten, die seit drei, vier Jahren immer wieder zu mir kommen. 

Jeder hat seine eigene Gangart, jeder braucht genau die Zeit, die er braucht. Jeder hat andere Themen. Manche sind schwerer, manche weniger schwer. Wir haben Zeit. Wir nehmen uns Zeit. Wir lassen uns nicht drängen, nicht hetzen. Weil Wachstum ein Weg ist und weil dieser Weg das Ziel ist, egal wir lange er dauern mag.

Entwicklung, Wachstum laufen nicht geradewegs in die Zielgerade und stetig voran. Entwicklung ist eine Spirale. Mal sind wir weiter oben, mal weiter unten. Aber mit jeder Etappe, auch wenn wir wieder mal weiter nach unten gerutscht sind wir schon ein großes Stück weiter gekommen. Wir sehen Dinge, die ihrem Wesen nach gleichen völlig anders, weil wir etwas Wesentliches gelernt haben und wir gehen dann anders damit um. Bewusster, achtsamer, reifer, gelassener, verstehender, mitfühlender mit uns selbst und vor allen: weniger dramatisierend. Manchmal lachen wir und sagen: Ups, das kenn ich schon. Okay, nächste Runde, aber diesmal weiß ich wie ich damit umgehen kann, ohne zu sehr zu leiden.

Entwicklung ist Leben, intensives, volles Leben.
Wann immer es schwierig wird, erinnere ich mich selbst und meine Klienten an das, was wir eigentlich schon wissen, nämlich, dass wir es schaffen können. Dass der Mut zum Weitergehen und Weitermachen daraus erwächst, den Wunsch und die Sehnsucht nach Lebendigkeit größer als die Angst werden zu lassen und mit der Angst weiter zu gehen, ohne zu versuchen sie zu verbergen oder sie zu verdrängen. 

Wenn wir uns auf den Weg zu uns selbst machen ist echte Veränderung möglich, sie ist aber gleichzeitig völlig unvorhersehbar. Es kann alles geschehen, auch Dinge, die wir uns am Anfang des Weges überhaupt nicht vorstellen können.

Wir können sogar unser Leben radikal verändern, wir können alles hinter uns lassen und plötzlich Dinge loslassen, die uns als Halt erschienen.
Es kann auch scheinbar nichts passieren. Es kann auch unendlich lange dauern bis etwas passiert. Es kann auch sein, dass wir uns von Menschen verabschieden, die wir lieben, weil wir spüren, dass sie unseren Weg nicht verstehen und ihn nicht mitgehen können. Es kann auch sein, dass unser Umfeld uns für völlig verrückt hält, weil wir nicht mehr in seinem Sinne funktionieren und es kann sein, dass sich Menschen von uns abwenden. 


Aber ... Kein Teil des Weges ist umsonst.  
Wenn wir erst einmal den Hunger nach etwas anderem als dem Weitermachen wie bisher spüren, auf den Geschmack kommen uns selbst zu entfalten und die wahre Aufgabe unseres Lebens erkennen, finden wir uns im Alten nicht mehr zurecht. Wir spüren, egal was passiert, wir müssen raus aus der Tretmühle unseres gewohnten Lebens.
Wenn wir uns auf den Weg machen, gibt es keinen Weg zurück.
Das kann verdammt viel Angst machen, aber es kann auch eine verdammt große Befreiung sein. Die Klarheit und die Weisheit, die wir auf dem Weg erlangen, erfüllt die Seele mit dem Wissen darum, wer und was wir sind und sein wollen. 


Namaste 






Montag, 17. Juni 2019

Hurt people hurt people

Foto: Lucas Wende

Es gibt Wunden, die auch die Zeit nicht heilt.
Wir sind uns zwar unserer alten Verletzungen bewusst und haben akzeptiert, dass das so ist, aber das befreit uns nicht davon, dass sie immer wieder anfangen können zu schmerzen.
Eine Situation, eine Begegnung, anderer Mensch, eine große Veränderung oder auch eine bestimmte Zeitqualität können den alten Schmerz wieder auslösen.
Geschieht dies unbewusst reagieren die Meisten von uns empfindlich und fühlen sich verletzt. Manche werden sogar selbst verletzend, ohne es zu wollen, vielleicht sogar, ohne dass sie es überhaupt bemerken.

„Hurt people hurt people“, hat ein guter Freund einmal gesagt.
So ist es. Leider. Denn eigentlich müsste man doch meinen, dass gerade Menschen, die verletzt sind, andere, die ebenso verletzt sind wie sie selbst, verstehend, achtsam und mitfühlend behandeln.
Das ist aber selten der Fall. Meistens ist es genauso wie mein Freund sagte, sie verletzen sich gegenseitig.

Diese Verletzungen geschehen, wenn wir uns unserer ungeheilten Wunden nicht bewusst sind und unsere unguten Erfahrungen nicht angeschaut und bearbeitet haben.
Wir greifen den anderen an, der uns an unsere Wunde erinnert, anstatt uns mitfühlend uns selbst zuzuwenden und uns mit dem zu befassen was da wieder hochkommt - im Bewusstsein, dass der andere nur auslösen kann, was wir nicht verschmerzt haben und woran wir noch immer leiden.
Er drückt unsere Knöpfe. Gäbe es sie nicht, würde sein Drücken nichts auslösen können.
Auslöser sind nichts Schlechtes, nichts wogegen wir ankämpfen müssen, nichts was wir mit Wut oder Angriff beantworten müssen.

Sie schenken uns die Möglichkeit schmerzhafte Dinge, die im Schatten liegen, wieder ans Licht zu holen. Wenn wir uns achtsam und bewusst schmerzliche Erfahrungen wieder vor Augen führen, sie erneut anschauen und daran arbeiten, auch wenn es zum xten Mal ist, können wir in unserem Verhalten und in unseren Beziehungen mitfühlender, klarer und freier werden.
Und: Wir verhindern, dass wir selbst andere verletzen.

Sonntag, 16. Juni 2019

Das Heilige

Foto: A. Wemde

Wir leben in einer Welt, in der es das Heilige nicht mehr gibt, in der Rituale vergessen worden sind, in der Beten nicht mehr angesagt ist und Gottlosigkeit Zeitgeist.
Gott ist tot. Wir haben ihn getötet, – ihr und ich!, ließ einst Friedrich Nietzsche seinen Zarathustra sagen.
In einer Welt, in der das Mysterium des Göttlichen keinen Platz mehr hat, verliert der Mensch die Ehrfurcht - vor dem Schöpfer, vor der Schöpfung, vor dem Nächsten, vor sich selbst und vor dem Leben.
Es wird weder gesehen noch geschätzt.
Unsere Seelen haben die Verbundenheit mit der Schöpfung und der Welt verloren.
Kein Wunder, dass die Weltenseele immer trauriger wird und die Menschen immer gleichgültiger der Welt gegenüber.
Kein Wunder, dass sich so viele Menschen verloren fühlen.


Freitag, 14. Juni 2019

Verbunden

Foto: Francesco Amormino

Schön war es in Fulda. Ein Abend an dem mir Fragen gestellt wurden. Viele Fragen, mir, die ich es bin, die sonst die Fragen stellt. Fragen über meine Arbeit mit Menschen, meine Malerei, mein Schreiben, meine Gedanken, mein Wirken und damit letztlich auch über mich.
Wieder zuhause sitze ich wie jeden Morgen hier und schreibe. Ich bin noch immer berührt von der Energie, die an diesem Abend den Raum erfüllte. Ich bin berührt von den Menschen, die mich mit offenen Armen aufnahmen, interessiert und wohlwollend.
Das ist keine Selbstverständlichkeit, das ist ein Geschenk. Da waren wir Menschen, die sich miteinander verbinden, für einen Moment in der Zeit, über ein Thema, das sie verbindet - die Seele, das Suchen, die Schatten und das Licht im Leben.


Alles ist eins. Wir alle sind miteinander verbunden.

Das ist kein Spruch, den sich spirituelle Menschen ausgedacht haben. Es ist so. Aber wir spüren das nicht immer so. Und manche von uns spüren es nicht, niemals.
An diesem Morgen wünsche ich mir, wir alle würden das mehr spüren, öfter spüren. Denn wäre das möglich, wäre viel mehr möglich als wir glauben.

Verbundenheit ist eine Kraft, die vieles bewirken kann. Sie ist eine Kraft, die eine große Energie hat. Miteinander schaffen wir so viel mehr als alleine.
Aber die Mehrzahl der Menschen sind Einzelkämpfer geworden. Jeder für sich, jeder an sich selbst denkend, jeder in eigener Sache unterwegs. Und weil das so ist gibt es viele einsame Menschen. Es gibt immer mehr alleinlebende Menschen. Menschen denen Berührung fehlt, denen Aufmerksamkeit fehlt, denen gesehen werden fehlt, innen wie außen. Das macht einsam.
Das ist nicht gesund auf Dauer. Wir brauchen einander. Wir brauchen jemanden, der uns berührt, der uns sieht und hört, der uns annimmt wie wir sind - das ist Balsam für die Seele.

Alles ist eins. Wir alle sind Teile des großen Ganzen.
Nicht das Getrenntsein ist der Weg - das Miteinandersein ist der Weg, der gute Weg.

Den anderen wahrnehmen, den anderen sehen, den anderen verstehen wollen. Verbunden sein wollen, aufeinander achten und sich gegenseitig gut tun.
Mag sein, dass ich naiv bin, mag sein, dass ich eine Träumerin bin, aber ich glaube an ein liebevolles Miteinander.
Es ist möglich.

Es ist möglich, wenn wir den anderen sehen lernen.
Der andere, der fremd ist, aber nur scheinbar, denn alle von uns verbindet viel, sehr viel.
Und eins verbindet uns stark: Die Sehnsucht nach Aufhebung der Trennung. Warum sonst sehnen wir uns so sehr nach Liebe?
Liebe ist viel mehr, als die Liebe zu dem Einen, dem Partner, dem Kind, der Mutter, dem Vater, dem Freund, der Freundin.
Liebe ist Menschenliebe, Nächstenliebe.
Wenn wir die spüren lernen und leben, wenn jeder von uns jeden Tag etwas dafür tut, und sei es nur ein geschenktes Lächen, könnte diese Welt ein wenig besser werden.

Namaste Ihr Lieben