Was geschieht mit einem Therapeuten, wenn er an Krebs erkrankt und sich seine innere wie auch seine äußere Welt plötzlich radikal verändert?
Wenn er nicht mehr der Starke ist, der anderen hilft. Wenn Belastungen durch Patienten vergrößert erscheinen. Wenn er andere nicht mehr halten kann, weil er sich selbst halten muss und selbst Halt braucht. Wenn sein Glaube an die eigene Omnipotenz und Unverletzlichkeit zerstört wird. Wenn er dem Tod ins Auge blickt.
Was geschieht, wenn er sich mit der überwältigenden Ohnmacht konfrontiert sieht, die das Gewahrwerden des eigenen Verlöschens auslöst? Eine Ohnmacht, die das Ende jeder Sicherung gegen Gefahren bedeutet.
Er schreibt eines der eindrücklichsten Bücher, die ich je über schwere Krankheit, Sterben, Tod und die existenzielle Angst davor gelesen habe.
Todesangst und Posttraumatisches Selbst, Peter Ott, Psychosozial-Verlag

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen