Malerei: A.Wende
Sprich über
deinen Schmerz.
Benenne, was ist: Verlust, Verrat, Verletzung, Zurückweisung, Entfremdung,
Enttäuschung. Trauer, Wut, Angst, Verzweiflung. Du kannst nicht heilen, was du nicht benennst und anerkennst.
Übe Akzeptanz.
Akzeptanz bedeutet nicht Zustimmung. Akzeptanz bedeutet, die Realität dem
inneren Widerstand vorzuziehen.
Hör auf, alles
immer wieder durchzuspielen.
Grübeln fühlt sich produktiv an – ist es aber nicht. Du kannst nicht ändern,
was geschehen ist. Jedes „Was wäre, wenn?“ hält dich emotional an einer Version
der Realität fest, die nicht mehr existiert.
Trenne den Schmerz von der Geschichte.
Dein Schmerz ist real. Das Narrativ, das du um ihn herum aufbaust, bestimmt mit ob du im Schmerz stecken bleibst oder weiter machst. Frag dich: Erzähle ich mir eine Geschichte, die mich stärkt – oder eine, die mich machtlos macht?
Erkenne zwei
Wahrheiten gleichzeitig an:
Es tut weh - und ich werde es überleben.
Übe Geduld und
Selbstmitgefühl.
Heilung ist ein Prozess. Heilung beginnt mit dem Fühlen. Heilung verläuft nicht linear. Sie geschieht in kleinen
Schritten und durch kleine, beständige Routinen. Schlechte Tage machen deine Fortschritte nicht zunichte.
Du bist nicht kaputt. Was dir passiert ist, hat Spuren hinterlassen.
Aber es definiert nicht deinen Wert. Du versuchst gerade zu überleben. In deinem Kopf und in deinem Herzen findet ein Kampf statt. Und trotzdem bist du noch hier. Du brauchst Raum für alles, was du fühlst. Raum, um es auszudrücken. Raum, um zu trauern, zu wüten, zu weinen und langsam wieder Kraft zu sammeln. Nimm dir diesen Raum.
Sag dir jeden
Morgen:
Nur für heute. Tu heute das, was du schaffen kannst. An manchen Tagen
ist Überleben bereits schon ein Sieg.
Du bist immer noch hier.
Sei stolz auf dich!
Angelika Wende
Kontakt: aw@wende-praxis.de
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