Sonntag, 16. Dezember 2018

Ich SEIN



Foto:A. Wende
Das Ich allein. 
Ganz ich.
Ich-Gefühl, das zwingt sich mit sich selbst zu befassen macht Angst. 
Weil es schmerzhaft ist das Gefühl des Getrenntseins von Allem. 
Spätestens jetzt webt sich leise Verzweiflung ins Gemüt. Aus Getrenntsein wird verlassen sein. Ein Gefühl, das zu vermeiden ist, weil es den Boden unter den Füßen wegreißt. 
Das Ich verliert seine vitalen Bedürfnisse, wird zum Leiden an sich selbst und führt schlussendlich zum bedrohlichen Gefühl tiefer Resignation.

Wohin mit dem Ich in der Unerträglichkeit des Getrenntseins?
Wohin mit dem Ich in der Angst des Alleinseins?
Wohin mit dem Ich in der Verzweiflung des Verlassenseins?
Wohin mit dem Ich in der Einsamkeit?
Wohin mit dem Ich in der Resignation?

In der Grenzerfahrung ist Wachstum möglich.

Nicht Flucht. Nicht Starre. Nicht Angriff.
Aushalten weil es aushaltbar ist.

Der begrenzte Ich-Raum ist nicht leer.

Er ist voll mit ICH SEIN.
Das will gesehen werden. 
Das will gehört, gespürt werden. 
Angenommen werden.
Das will befreit werden, von all den Vorstellungen, die wir über es haben.
Befreit werden von den Vorstellungen die andere in uns gelegt und in uns erzeugt haben.
Befreit von den Vorstellungen, denen wir folgen wir einem Plan, der nichts anderes zulässt als seine definierten Parameter.
Das bedeutet, dass du eine Menge zu tun hast ...

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