Sonntag, 23. August 2026

Weil ich endlich geliebt sein will: Aus der Innenwelt einer Co-Abhängigkeit

 



Manche meiner Leser hier, haben mein Buch vielleicht schon gelesen. Dafür möchte ich heute einfach einmal von Herzen Danke sagen, für euer Vertrauen, eure Rückmeldungen und dafür, dass ihr euch auf dieses sensible und tiefgehende Thema eingelassen habt. Jede einzelne Rückmeldung bedeutet mir sehr viel. 
 
„Weil ich endlich geliebt sein will.“
Dieser Satz ist der Titel meines Buches und er beschreibt für mich sehr viel von dem, was hinter Co-Abhängigkeit steht. Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich dieses Thema nicht nur aus psychologischer Perspektive kenne, sondern aus meiner eigenen Erfahrung.
Co-Abhängigkeit entsteht häufig dort, wo wir uns immer stärker mit den Gefühlen, Bedürfnissen und Problemen eines anderen Menschen verstricken. Wir spüren, was der andere braucht, übernehmen Verantwortung für seine Gefühle, versuchen Konflikte zu vermeiden, helfen, versuchen zu retten und halten aus. Und während wir immer mehr für den anderen tun verlieren wir uns selbst. Aus Fürsorge wird Selbstaufgabe. Aus Verbundenheit wird emotionale Verstrickung. Und irgendwann fällt es schwer zu unterscheiden: Was fühle eigentlich ich? Was brauche ich? Wo enden die Bedürfnisse des anderen und wo beginnen meine eigenen? Ich kenne diese Dynamik aus meinem eigenen Leben. Deshalb war es mir wichtig, in meinem Buch nicht psychologisches Wissen zu vermitteln, sondern meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse.
 
Co-Abhängigkeit ist kein persönliches Versagen.
Co-Abhängigkeit kann grundsätzlich jeden treffen, weil sie weniger eine bestimmte Persönlichkeit beschreibt als ein Beziehungsmuster, das sich unter bestimmten Bedingungen entwickeln kann. Häufig entsteht sie dort, wo wir uns immer stärker mit den Gefühlen, Bedürfnissen, Problemen oder der Sucht eines anderen Menschen verstricken. Oft sind es zudem erlernte Beziehungsmuster, die einmal geholfen haben, Nähe, Sicherheit oder Anerkennung zu bekommen. Der Weg aus der Co-abhängigkeit beginnt deshalb nicht mit Selbstvorwürfen, sondern mit Verständnis, Selbstmitgefühl, Bewusstheit und dem Mut, uns selbst wieder wichtig zu nehmen.
 
Dieses Buch liegt mir sehr am Herzen.
Es ist ein Buch über Verstrickung, Selbstverlust, Selbstwert und den Weg zurück zu sich selbst. Wenn du dich in diesen Worten wiedererkennst, schau dir mein Buch gerne an. Vielleicht findest du darin Gedanken, die etwas in dir bewegen. Und wenn du jemanden kennst, der sich ständig um andere kümmert und sich dabei selbst immer mehr verliert, teile diesen Beitrag gerne. Vielleicht ist dieses Buch der Impuls, den jemand gerade braucht.
 
Du musst dich nicht selbst verlieren, nur weil du geliebt sein willst.

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