Freitag, 28. Februar 2025
Wer bin ich, wenn ich nicht mehr gebraucht werde?
Dienstag, 25. Februar 2025
Innere Stabilität
Foto: A.Wende
Montag, 24. Februar 2025
Fallen ist Teil unserer Reise
Leben, ein ständiger Tanz zwischen Höhen und Tiefen, ein Spiel von Licht und Schatten. Manchmal stolpern wir und fallen. Ein kleiner Ausrutscher, ein Missgeschick, ein schwerer Schicksalsschlag wirft uns aus der Bahn. In diesen Momenten fühlt es sich an, als würde die Welt um uns herum in tausend Stücke zerbrechen. Wir machen die Erfahrung der Bodenlosigkeit. Wir stecken im Dilemma. Die Fassungslosigkeit, der Schock, der Schmerz, die Enttäuschung, die Trauer, die Wut, die Angst – all das kann erdrückend sein. Wir liegen am Boden, umgeben von den Trümmern unserer Hoffnungen und Träume, und es scheint, als gäbe es keinen Ausweg. Doch wenn die Zweifel am lautesten schreien, beginnt ein leiser Funke in uns zu glühen. Es ist die Stimme der Erfahrung und des Mutes, die uns daran erinnert, dass jeder Fall auch eine Chance birgt.
Fallen ist Teil unserer Reise.
Es gibt keine Sicherheit, es gibt keine Kontrollierbarkeit, keine dauerhafte Stabiltitä, keine festgefügte Identität. Es gibt das Dasein, das alles umfasst, vor allem den Wandel, die Brüche und die Vergänglichkeit. Alles ändert sich, alles geht vorüber, alles vergeht, am Ende auch wir selbst. Besser wir akzeptieren das.
Ich bin oft gefallen und ich bin wieder aufgestanden. Aufstehen kann mühsam sein, es kann dauern. Wir lecken unsere Wunden und wollen
nur eins: Endlich Ruhe, endlich Frieden, endlich kein Kämpfen mehr. Ja, es erfordert
Mut, sich aufzurichten, die Wunden zu versorgen und den ersten Schritt in Ungewisse
zu wagen. Aber genau in diesen Momenten des Wiederaufstehens entdecken wir
unsere innere Stärke. Wir lernen, dass Fallen nicht das Ende ist, sondern
ein Teil des Wachstums. Jeder Fall lehrt uns etwas – über uns selbst, über
unsere Grenzen, das Leben selbst und über die Kraft, die in uns steckt und von der wir vielleicht
nicht einmal wussten. Wieder aufstehen ist nicht nur ein physischer Akt. Es ist ein Zeichen des nicht
Aufgebens, des Durchhaltens, des Glaubens an uns selbst und an Möglichkeiten.
Gottes Geschenk an uns sind Möglichkeiten.
Wir müssen uns ihrer nur gewahr werden.
Vertrauen auf das, was größer ist als wir.
Und an uns selbst glauben, egal ob es andere tun.
Wir fallen und wir stehen auf. Wir
sind gewachsen, wir sind stärker und weiser als zuvor.
Das Leben wird uns weiterhin herausfordern, und es wird immer wieder Momente geben,
in denen wir erneut fallen. Doch jetzt wissen wir, dass wir die Fähigkeit
haben, wieder aufzustehen. Jeder Fall ist auch eine Lektion in Akzeptanz, dessen was ist. Und jeder Aufstieg ist
ein kleiner Sieg. Tanzen wir weiter, mit all unseren
Wunden und Siegen, wissend, dass das Leben nicht darin besteht, niemals zu
fallen, sondern darin, immer wieder aufzustehen - mit einem Lächeln, das wir uns selbst schenken.
Angelika Wende
Kontakt: aw@wende-praxis.de
Donnerstag, 20. Februar 2025
Das Drama des begabten Menschen
ART: Frank Widmann
Sie haben eine besondere Begabung, verfügen über außergewöhnliche Talente und Fähigkeiten, sie sind kreativ und haben eine hohe Intelligenz, die besten Karten für Erfolg, könnte man meinen. Die Realität sieht leider anders aus. Viele begabte Menschen haben es schwer. Eine besondere Begabung und ein hoher Intelligenzquotient sind kein Garant für ein erfolgreiches Leben und nicht wenige begabte Menschen scheitern.
In einer Welt, die Erfolg in messbaren Ergebnissen und Zahlen misst, sind hochbegabte Menschen häufig mit einer schmerzhaften Realität konfrontiert: Sie sind erfolglos, obwohl sie das Potenzial haben, Großes zu erreichen. Dieses Scheitern aber ist nicht das Ergebnis mangelnder Fähigkeiten oder Anstrengungen, sondern vielmehr das Produkt eines komplexen Geflechts aus inneren und äußeren Herausforderungen und Schwellenhütern.
In ihrem Buch „Das Drama des begabten Kindes“ beschreibt Alice Miller die emotionalen und psychologischen Herausforderungen, mit denen hochbegabte Kinder konfrontiert sind.
Hochbegabte Kinder stehen häufig unter dem Druck die hohen
Erwartungen der Eltern zu erfüllen. Die emotionalen Bedürfnisse dieser Kinder
werden dabei oft übersehen oder nicht ernst genommen. Dies kann zu dem Gefühl
führen, dass eigene Bedürfnisse und Wünsche nicht wichtig sind, was wiederum dazu
führt, dass diese Kinder ihre eigene Identität nicht entwickeln können, weil
sie sich anpassen, um den Erwartungen der Eltern oder der Lehrer gerecht zu
werden. Sie lernen, ihre Gefühle und Bedürfnisse zu unterdrücken oder abzuspalten.
Die Last unerfüllter Erwartungen liegt wie einen
schwerer Rucksack auf dem Rücken – sowohl die ihrer eigenen als auch
derjenigen, die von außen an sie herangetragen werden. Diese Erwartungen sind ein
ständiger Druck, der sie dazu zwingt, immer besser und erfolgreicher zu sein.
Doch was, wenn die Seele diesem Druck nicht standhalten kann?
Wenn die Angst vor dem
Versagen lähmt und sie sich in einem ständigen Kampf zwischen ihren Gaben und
den Anforderungen der äußeren Welt verlieren?
Dann wird innere Zerrissenheit ein ständiger
Begleiter.
Die meisten hochbegabten Menschen sind sich ihrer Talente bewusst, doch gleichzeitig plagz sie das zersetzende Gefühl, nicht gut genug zu sein. Sie sind voller Zweifel, ob sie wirklich das Zeug dazu haben, ihre Begabungen und Fähigkeiten zu entfalten und sich selbst und ihre Träume zu verwirklichen. Die innere Stimme, die sie ständig kritisiert und zur Perfektion antreibt, die die Messlatte so hoch hängt, dass sie nicht erreichbar ist, kann so laut werden, dass sie den Mut verlieren, Risiken einzugehen und den Weg zu beschreiten, den ihre Begabung ihnen zeigt. Manche von ihnen ziehen sich zurück, aus Angst, die eigenen Erwartungen nicht zu erfüllen oder die Erwartungen anderer zu enttäuschen. Manche haben das Gefühl, dass ihr Potenzial nicht erkannt, gesehen oder gewürdigt wird und geben jeden Versuch auf weiterzumachen. Sie resignieren und isolieren sich von der Welt.
Isolation ist ein schmerzhaftes Kapitel in der Biografie
hochbegabter Menschen.
Oft fühlen sie sich von anderen entfremdet, es fällt ihnen schwer eine Verbindung zu denen herzustellen, die ihre Gedanken und Gefühle nicht nachvollziehen können. Bereits als Kind können sie sich nicht mit Gleichaltrigen identifizieren. Ihre besonderen Fähigkeiten und ihr kluger Verstand, können sie von anderen entfremden, was dazu führt, dass sie sich innerlich einsam fühlen. Diese innere Einsamkeit ist schmerzhaft und lähmend. Nicht wenige begabte Menschen ziehen sich aus Mangel an Resonanz in der äußeren Welt in ihre eigene Welt zurück und verlieren sich darin, so dass ihre Talente ungenutzt und ungesehen bleiben.
Sie sehnen sich nach Verständnis, Austausch und Akzeptanz, doch die Kluft zwischen ihnen und anderen scheint unüberwindbar.
Ihr Sosein bleibt ohne Antwort. Sie selbst allein.
Und da sitzen sie, auf einer Kiste voll mit innerem Gold und verhungern, weil es für sie nicht nutzbar ist.
Unsere gesellschaftlichen Normen zeichnen ein sehr
enges Bild von Erfolg.
Zum einen wird Erfolg stark mit der Identität verknüpft.
Wenn begabte Menschen keinen Erfolg haben, kann dies zu einer Identitätskrise
führen, in der sie sich fragen, wer sie üerhaupt sind und welchen Wert sie haben. Zum anderen leben wir in einer Welt, die materiellen
Erfolg, Statussymbole und Haben statt Sein glorifiziert. In dieser Welt fühlen sich hochbegabte
Menschen wie Aliens. Ihre Talente und Fähigkeiten werden nicht immer in
den Kontext gesetzt, in dem sie sich entfalten können. Oft überfordern sie andere, weil sie anders ist und damit sozial schwer oder nicht kompatibel.
Manche Begabte kämpfen lange gegen die Vorstellung an, dass Erfolg nur in bestimmten, messbaren Formen existiert, prallen aber an der Härte der Realität ab und verlieren irgendwann den Glauben an sich selbst.
Statt Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung kommt es zu Entmutigung und Frustration.
Zudem kann es zu Gefühlen von Schuld, Scham und Angst kommen.
Schuld und Scham, weil sie unfähig sind etwas aus ihren Gaben zu machen und sich selbst dafür verurteilen, Angst, weil sie die eigenen Fähigkeiten nicht nutzen oder Angst komplett zu versagen. Diese Gefühle sind destruktiv und lähmend. Letztlich können sie dazu führen, dass diese Menschen Gelegenheiten und Chancen meiden oder sich nichts mehr zutrauen.
Ihre Begabung liegt brach wie ein toter See auf dessen Grund die Depression wartet.
Ein Drama.
Das Drama des begabten Kindes ist nicht nur ein
ewiger Kampf gegen äußere Umstände und Schwellenhüter, sondern auch ein innerer Kampf um
Identität, Selbstwert und Selbstakzeptanz. Es ist eine Reise, die oft von
Schmerz, Enttäuschung, Trauer und dem ewigen Streben nach Anerkennung geprägt ist.
Doch in diesem Drama liegt auch das Potenzial, die eigenen Talente zu leben und Erfolg neu zu definieren – nicht als das
Erfüllen von Erwartungen oder materiellem Gewinn, sondern als das Streben nach
persönlichem Wachstum und Erfüllung. Diese Sichtweise kann helfen das Gefühl des Scheiterns zu überwinden und ein erfülltes, sinnvolles Leben
zu führen, unabhängig von äußeren Erfolgen und der Anerkennung anderer.
Angelika Wende
Mittwoch, 19. Februar 2025
Vielleicht
Sonntag, 16. Februar 2025
Romantisierung
Freitag, 14. Februar 2025
Also sprach Zarathustra
Donnerstag, 13. Februar 2025
Aus der Praxis: Probleme und Lösungen
Dienstag, 11. Februar 2025
Es sagen
Montag, 10. Februar 2025
"Sicherheit ist das Kennzeichen des Tölpels "
Mittwoch, 5. Februar 2025
Wenn alles zusammenbricht
Foto: A.Wende
Meine Klientin ist vollkommen entmutigt. Sie steckt in einer fundamentalen Krise. Sie ist eine starke, autonome und selbstbewusste Frau, die niemals aufgab, immer kämpfte und aus jeder Krise in ihrem bisherigen Leben gestärkt hervorging. Sie ist das, was man einen resilienten Menschen nennt. Ihre Resilienz hielt sie lange aufrecht, bis sie schließlich einen Nervenzusammenbruch erlitt. Alles was schief gehen konnte, ging schief, ein Verlust folgte dem anderen, egal was sie tat, nichts veränderte die Situation, im Gegenteil sie spitzte sich immer mehr zu. Die Versuche, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, schlugen fehl. Alle Säulen auf dem sie ihr Leben gebaut hatte brachen nacheinander zusammen. Nach der Trennung von ihrem Ehemann, der sie über Jahre belogen und betrogen hat, wurde sie krank. Weil sie krank wurde konnte sie im Job keine Leistung mehr bringen. Weil sie keine Leistung mehr brachte musste sie ihre freiberufliche Tätigkeit einstellen. Weil sie kein Geld mehr verdiente verlor sie ihre materielle Sicherheit und muss jetzt, sollte sich nichts ändern, aus ihrer Wohnung ausziehen.
Wie sagt man? „Ein Unglück kommt selten allein, oder Murphys Gesetz: „Alles, was schiefgehen kann, geht schief!", übrigens laut Wikipedia - ein Aphorismus über menschliches Versagen bzw. Fehlerquellen in komplexen Systemen. Leider ist es manchmal so, dass wir versagen und es dann obendrauf noch Fehlerquellen gibt, die unser komplexes System massiv stören, besonders wenn eine Krise der anderen folgt und nach und nach alle Säulen, auf denen wir unser Leben aufgebaut haben, gleichzeitig instabil werden oder gar zusammenbrechen. Warum ist das so? Weil sie in einem einander beeinflussenden und sich bedingenden komplexen Zusammenhang stehen.
Durch den Verrat und die Trennung, den Schmerz über den Verlust, den Liebeskummer
und den damit verbundenen emotionalen Stress wurde meine Klientin krank. Durch
die Krankheit verlor sie ihre Kraft für den Job, in der Folge brach die materielle
Sicherheit weg, durch den Kummer zog sie sich monatelang in die Isolation
zurück und ihr soziales Netzwerk ging verloren. „Es ist als würde sich alles nach
und nach auflösen und ich selbst mit und ich kann nur noch tatenlos dabei
zuschauen“, sagt sie.
Körper und Gesundheit, Soziales Netzwerk, Arbeit und Leistung, materielle Sicherheit, Werte und innere Haltung sind tragende Säulen unseres Lebens. Wackelt eine davon können wir damit umgehen, wackeln mehrere oder brechen nahezu alle zusammen befinden wir uns in einer tiefen existenziellen Krise. Nichts geht mehr.
Für meine Klientin wurde es zu viel. Sie ist kurz davor sich selbst aufzugeben. Sie versinkt schließlich in einer Depression. „Ich bin am Ende sagt sie, ich will nicht mehr leben, ich habe kein Wozu und kein Worum mehr, alles was ich versucht habe ist gescheitert. Nichts von allem, was mein Leben ausmachte, ist mehr übrig.“ Nachdem alle Versuche, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen gescheitert sind, fühlt sie sich wie betäubt. Sie erwartet nichts Gutes mehr. Sie hat resigniert. Sie braucht Hilfe.
Ich verstehe sie gut. Ich kenne existenzielle Krisen. Ich bin Krisenexpertin. Ich kenne die Resignation, dieses: „Es reicht, ich gebe auf“. Ich habe nicht aufgegeben. Und es ging weiter. Weil es weitergeht solange wir leben.
Jedes Mal, wenn alles zusammenbrach, habe ich mich gefragt:
Was hält mich noch, wenn alles sich auflöst?
Was bleibt von mir und meinem Leben übrig, wenn alles, was mir wertvoll und wichtig war, zerbricht und es sich anfühlt, wie im freien Fall und du nur noch auf den Aufschlag wartest? Was übrig blieb war meine innere Haltung und meine Werte. Auch wenn sie erschüttert wurden, diese Säule kippte hin und her, aber sie fiel nicht um, sie hielt. Und sie hat mich gerettet. Sich der eigenen Werte bewusst zu sein, nach ihnen zu leben, sie nicht zu verraten auch wenn sich jemand ganz viel Mühe gibt sie zu erschüttern, und ihnen zu folgen, verhilft uns nicht nur zu einem Grundselbstvertrauen, sondern gibt uns Kraft – die Kraft des Glaubens an uns selbst und das Leben, auch wenn es uns gerade die Fragmente einer alten Identität um die Ohren fliegen lässt.
In Krisen spielen Werte eine entscheidende Rolle.
Wenn im Außen alles wegbricht, wenn es keinen äußeren Halt und keinen sichtbaren Weg mehr gibt, sind sie es an denen wir uns festhalten können. Es geht um unsere innere Haltung und es geht um unsere Einstellung zu den Dingen und die hat wiederum mit unseren Werten zu tun. Das Wissen um unsere Werte hilft uns durch die Krise zu gehen und nicht in Apathie und Resignation zu versinken. Was nicht heißt es ist ein Spaziergang, nein, es ist ein Ritt durch die Hölle, aber what the fuck!, es ist unser Ritt und damit unsere Herausforderung, die es anzunehmen und zu bestehen gilt oder eben nicht – wir haben immer die Wahl. Wir haben die Wahl uns nicht unterkriegen zu lassen, auch wenn es schwer ist und wir allein, ohne den Rest der vertrauten Welt, dastehen. Wer aufgibt hat schon verloren.
„Aufgeben ist keine Option“ ist auch einer meiner Werte. Ich bin dankbar, dass ich bisher niemals aufgegeben habe, denn in jeder Krise bin ich gewachsen und habe mehr zu mir selbst gefunden.
Ich habe mich jedes Mal gefragt, was darf ich aus dieser Krise lernen?
Was will sie mir zeigen?
Stoppt mich die Krise, weil ich auf dem Holzweg bin?
Entspricht mir das Leben, das ich lebe, noch und bin ich nur zu feige oder zu bequem um etwas zu ändern?
Was will das Leben jetzt von mir?
Was passt nicht mehr, was ich mit Macht festhalten will?
Wessen bin ich mir nicht bewusst und was verdränge ich?
Dann: Innehalten. In die Stille gehen. Klar werden. Gewahr werden.
Den Wert der Krise erfassen.
Und dann die Frage: Was ist jetzt der nächste sinnvolle Schritt?
In jeder Krise steckt auch ein Wert
– er ist die Chance, die sie in sich trägt und genau das habe ich versucht zu erkennen.
Unsere innere Haltung hilft uns dabei aus der Opferrolle auszusteigen und trotzdem
weiter zu gehen. Das ist der Wert: Eigenverantwortung.
Niemand von uns wird immer gewinnen. Manchmal lässt Gott oder das Universum oder das eigene Unbewusste, je nachdem woran wir glauben, uns in einen Abgrund fallen, um uns von uns selbst zu befreien. Hierin liegt der Wert des Vertrauens – das Vertrauen in das, woran wir im tiefsten Herzen glauben. Das vertrauensvolle Herz trägt durch die Krise und wieder heraus. Vertrauen - auf die ordnende Kraft im Chaos. „Du musst mit dir selbst am Ende sein, um in Gott den Anfang zu sehen“, habe ich kürzlich irgendwo gelesen. Für diejenigen, die nicht an Gott glauben mag das keinen Sinn machen. Für mich macht es Sinn, weil mich mein Glaube trägt. Für die, die nicht an Gott glauben, kann man es so formulieren: „Du muss mit dir selbst am Ende sein um in deinem wahren Wesen den Anfang zu sehen.“ Dazu sind existenzielle Krisen manchmal unausweichlich – um uns dahin zu führen, was unser Leben wirklich ausmacht, was uns wirklich erfüllt, wer wir in Wahrheit sind, wenn alles andere zusammenbricht.
Wir sind größer als wir glauben, wenn wir es denn glauben.
Und manchmal braucht es jemanden, der uns das fühlen lässt und den können wir uns suchen, wenn wir es alleine nicht schaffen.
"Ich nenne die Fähigkeit, andere Hüllen des Bewusstseins zu betreten, Liebe. Die Liebe sagt, Ich bin alles. Die Weisheit sagt, Ich bin nichts. Zwischen diesen beiden fließt mein Leben."
Nisargadatta Maharaj
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