Dienstag, 21. Mai 2013

Verrücktmacher




sind leute, die uns sagen, was wir alles nicht richtig machen.
sind leute, die es für uns besser wissen wollen.
sind leute, die angeblich nur um unser wohlergehen besorgt sind.
sind leute, die tun als achten sie unsere grenzen und sie dennoch beständig überschreiten.
sind leute, die uns die verantwortung für ihre eigenen fehler in die schuhe schieben.
sind leute, die sagen, dass sie an uns glauben und gleichzeitig sagen: wenn du das und das nicht änderst, dann ...
sind leute, die von unserer energie leben um ihre eigene leere zu füllen.
sind leute, die unsere zeit besetzen.
sind leute, die zweifel in uns schüren.
sind leute, die uns benutzen.
sind leute, die gift für unsere kreativität sind.
sind leute, die uns lähmen, weil sie selbst gelähmt sind.
sind leute, die leugnen, dass sie verrücktmacher sind.

verrücktmacher sind nichts anderes als die blockade, die wir uns selbst aussuchen ...um unsere eigene kreativiät zu blockieren und uns von unserem eigenen weg abzubringen.

das beste mittel gegen verrücktmacher ist die frage: welche entwicklung will ich blockieren?

Montag, 20. Mai 2013

urteile

im grunde ist jedes urteil über einen anderen menschen eine anmaßung. 
wir haben kein recht dazu, denn wir sind nicht in seinen schuhen gegangen, haben seinen schmerz nicht gefühlt und kein anderes seiner ureigenen gefühle. wir wissen nichts und projizieren nur das eigene verdrängte auf ein fremdes gegenüber. ich bin nicht frei davon, aber ich weiß mittlerweile wann ich es tue, und wenn ich es tue schäme ich mich dafür.

Angelina Jolies Brustoperation und warum mich das gar nichts angeht

es ist unglaublich wie angelina jolies optionale brustoperation in der presse verheizt wird. es ist genauso unglaublich wie sich menschen, auch solche, denen ich durchaus verstand zuspreche, via fabebook oder in realen unerhaltungen mit diesem thema seit tagen intensiv beschäftigen.

mal ehrlich, mir ist es so was von egal, was frau jolie mit ihrer brust macht, mir ist es auch vollkommen egal, was die presse darüber schreibt, spekuliert oder dazu dichtet, man weiß ja nie, was hinter einer story wirklich steckt.

es befremdet mich, wenn ich sehe, wie eine solche höchst intime entscheidung einer ängstlichen frau andere menschen beschäfigt, wo es doch so viele wesentliche und auch wesentlich bedeutsamere und schlimmere dinge im leben gibt, als angelina jolie mit oder ohne brust, respektive einer neuen, als ersatz für die alte. soll sie machen was sie will, sie ist schließlich ihr eigenen mensch.

ich komme auch gar nicht auf die idee darüber nachzudenken, ob ich mir meine brust oder andere organe prophylaktisch entfernen lassen würde oder sollte. dann kann ich mir gleich das leben entfernen lassen, denn das ist, wie wir alle wissen, ein tägliches risiko und am ende so oder so tödlich.

ob wir das ende bestimmen oder es bestimmt wird, von dem, was größer ist als wir, darüber denke ich schon nach und ich bin mir ziemlich sicher - es ist das, was größer ist als wir, das das tut und weil es größer ist als wir, wird es sich durch nichts überlisten oder beeinflussen lassen - das ging schon bei goethes faust gründlich in die hose.

menschen kommen auf die unterschiedlichsten ideen aus den verschiedensten motiven. sollen sie. es ist nicht meine sache die handlungen anderer zu bewerten und mir das maul darüber zu zerreissen. ich habe genug eigene themen, die mich beschäftigen. noch dazu steht mir nicht der sinn danach meine kostbare lebenszeit an dinge zu verschwenden, die ich in keinster weise beeinflussen oder ändern kann.

was mich allerdings wundert ist, dass sich keiner so lange und so intensiv darüber aufregt, dass es millionen von frauen gibt, die nicht das geld dafür haben beim frauenarzt über das normale krankenkassenniveau hinaus, genau die untersuchungen machen lassen können, die aussagekräftiger sind als jene, die die kasse zahlt, um ihr krebsrisko untersuchen lassen zu können. ein ultraschall der brust kostet extra und zwar zwischen 50 und 80 euro und ist selbst zu erbringen. wer arm ist stirbt im zweifel früher und er erregt dabei nicht einmal ein mindestmaß an aufsehen gegenüber dem, der reich ist und mit dem leben und dem tod gleichzeitig pokert.

vielleicht ist es ja genau das, was die gemüter angesichts der brustoperation von frau jolie so erregt - im grunde wollen wir alle eins nicht - sterben.  so wäre es doch klüger,  man dächte an die eigene kostbare lebenszeit und verschwendete sie nicht mit sinnloser erregung. übrigens, bevor man sich über den persönlichen unrat vor anderer leute haustüre auslässt, sollte man zuvor gründlich vor der eigenen kehren. ich bin mir fast sicher, wenn alle das täten, würden sich alle weniger weit aus dem fenster lehnen und urteile verkünden oder meinungen teilen, von deren wirklichkeit sie nicht mehr wissen als die fragmente, welche man ihnen zum fraß vorwirft. vor allem - alle würden sich viel weniger aufregen. wie friedlich es dann wäre allerorten.  





gedankensplitter





sich selbst entfalten bedeutet eine ständige zerstörung lieb gewonnener gewohnheiten, die unentwegte auseinandersetzung mit inneren widersprüchen und wünschen 
und manchmal auch den verlust geglaubter wahrheiten.

Gedanken über das Scheitern



Wir alle scheitern irgendwann, an irgendetwas. Scheitern gehört zum Leben. Entscheidend ist der Umgang mit dem Scheitern. Egal wie wir scheitern, aus welchen Gründen auch immer - wir haben die Wahl, wie wir das Scheitern erleben wollen und welche Bedeutung wir ihm geben.

Manchmal ist Scheitern sogar notwendig um die Verengungen unseres Horizonts und unsere Wahrnehmungsblockaden gegenüber uns selbst und dem Leben, das wir führen, aufzulösen. Wir brauchen Niederlagen um kontinuierlich sich aufdrängende Täuschungen aufzulösen. Die Enttäuschung, die sich nach dem Scheitern einstellt, ist nichts anderes als das Ende der Täuschung und macht die Wahrheit sichtbar um die wir uns meist lange davor betrogen haben.

In der Analyse des Scheiterns, dem Herausfinden von Bedingungen und Wechselwirkungen zeigt sich, dass Fehlschläge zum einen mit uns selbst, zum anderen aber auch mit anderem und anderen, zu tun haben. Wir scheitern niemals alleine an uns selbst oder durch uns selbst, sondern immer sind Menschen, Bedingungskonstellationen und der Kontext in dem wir leben, mitbeteiligt.

Jedes Scheitern ist eine Zäsur, die uns zur  Bestandsaufnahme aufruft und gleichzeitig die Chance für einen Neubeginn.

Das ganze Leben ist dem Wandel unterworfen aber wir hängen, trotz des Wissens um diese unumstößliche Tatsache am Status Quo. Das Wissen hilft uns nichts, wir wollen Beständigkeit und Sicherheit, wir wollen und wünschen das Unmögliche.

Wandel - dazu gehören Anfang und Ende - im Großen wie im Kleinen. Ein Scheitern anerkennen bedeutet den Wandel anerkennen und in der Folge Wandlungswille im Bewusstsein - jedes Scheitern birgt ein neues potentielles wahrhaftigeres Sein in sich.

OHN Macht


Die gesellschaftliche Krise reicht von der Wirtschaft bis zur Religion. Alle schimpfen auf den Staat und die Regierung und wo nicht Apathie und Gleichgültigkeit kultiviert oder Widerspruch demontiert wird, herrschen Pessimismus und Angst.

Wenn eine ganze Gesellschaft mit solch grundlegenden Problemen kämpft, wirkt sich das auf jeden Einzelnen aus - von der materiellen bis zur geistigen Ebene. Überall finden wir Symptome einer geschwächten Lebenskraft. Selbstentfremdung, eine kollektive chronische Müdigkeit, Depressionen, mangelnde Empathie und latente Aggressivität im menschlichen Miteinander - all das sind Symptome einer Gesellschaft, die nicht mehr im Gleichgewicht ist. Und das sind noch die harmlosesten.

Die Umwelt in der wir leben verhält sich wie ein Spiegel, in dem wir immer uns selbst sehen, allerdings und auch besonders unsere Schatten, für die wir aber selbst blind sind. Die Spiegelung nutzt nur dem, der sich auch im Spiegel erkennt, ansonsten wird sie zur Illusion.

Der Zusammenhang zwischen uns und der Gesellschaft, zwischen den Krisen des Individuums und den Krisen der Zeit ist keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Austausch von Energien.

Wir sind keine Marionetten, die nur re - agieren können. Wir sind alle aktive Mitgestalter unserer persönlichen Lebenswelt. Bei vielen ist dieses Bewusstsein verschüttet. Es ist überschattet von Unsicherheit und Angst, zugedeckt von der Gewöhnung an eine allgemeine Atmosphäre der Ohnmacht.

Dienstag, 14. Mai 2013

versuch


 

jeder neue versuch in meinem leben war ein ja zur veränderung, ein risiko, ein mutiges suchen, ein gang ins unbekannte - ein versuch. 
manche sind gelungen, andere haben mich wesentliches gelehrt, 
aber kein einziger versuch war umsonst, 
und immer waren sie eine wende.