Mittwoch, 18. Mai 2016

Von der Einsamkeit intelligenter Menschen

Schon Schopenhauer, der sein Leben als Einzelgänger verbrachte, war der Meinung, dass nur geistreiche Menschen das Alleinsein genießen können. Menschen, die sich nach sozialen Kontakten sehnen und das Alleinsein nicht ertragen, sah er als geistig ziemlich arme Wesen. Die großen Philosophen wie Nietzsche und Kierkegaard waren Einzelgänger, Emily Dickinson und Hermann Hesse waren es, Van Gogh und Leonardo da Vinci ebenfalls. Letzterer war sogar davon überzeugt, dass man nur sich ganz gehöre, wenn man allein ist. Wer sein Leben nur mit einem anderen Menschen teilen würde, der würde nicht mehr sich ganz gehören. Wahrscheinlich war dies auch der Grund, warum da Vinci nie in einer Partnerschaft gelebt hat. Michelangelo, so steht zu lesen, war einst ein geselliger Mensch, doch änderte sich das, als die lieben Mitmenschen erkannten, was für ein Genie er war und ihm mit Neid und Missgunst begegneten. Erkennend, dass er der Masse nicht wirklich willkommen war, wurde er zum Einsiedler. 

Viele große Denker haben für sich gelebt, nicht weil sie sich als etwas Besseres verstanden, nicht aus Gründen der Arroganz, sondern weil sie schlicht vom Pöbel unverstanden blieben.
Das ist heute nicht anders. 

„Intelligente Menschen sind Einzelgänger und vermeiden weitgehend soziale Kontakte. Intelligente Menschen sind allein oft glücklicher, als wenn sie von anderen Leuten umringt sind.“ Dies ergab eine aktuelle Studie, die im British Journal of Psychology veröffentlicht wurde. Die Autoren der Studie, Norman Li, Evolutionspsychologe an der Singapore Management University und Satoshi Kanazawa von der London School of Economics, haben sich mit der Frage beschäftigt, wie sich Intelligenz, Freundschaft und Bevölkerungsdichte auf das Glücksgefühl der Menschen auswirken. Was sie herausfanden: Je niedriger die Bevölkerungsdichte und je mehr soziale Interaktion mit Freunden unterhalten wird, umso glücklicher ist der Mensch. 

Das gilt laut ihrer Studie allerdings nicht für besonders intelligente Menschen. Diese fühlen sich glücklicher, wenn sie ihre Zeit nicht mit anderen Menschen verbringen müssen. Der Grund: Kluge Menschen können ihre Aufgaben besser alleine lösen und ziehen es vor selbstständig die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Deshalb sind für sie Beziehungen weniger wichtig, Menschen, so eine Aussage der Studie, würden sogar oft  als Klotz am Bein wahrgenommen. 

Warum ist das so? Warum ziehen es intelligente Menschen vor allein zu sein?
Intelligente oder Hochbegabte sehen die Welt anders. Zum einen haben intelligente Menschen bei allem was sie wahrnehmen, sehen und hören, den Drang zu analysieren und sich mit ihren Mitmenschen darüber auszutauschen.  Zum anderen haben sie oft ein Wissensgebiet oder Leidenschaften, welche sie total faszinieren und in die sie immer tiefer eindringen wollen. 
Das Problem: Der 'Normal-Begabte' kann dieses In-der Welt-sein im Allgemeinen nicht nachvollziehen. Somit  ist es für intelligente Menschen schwer ein Gegenüber zu finden, das sie versteht und ihre Gedanken zu teilen vermag. Andererseits geht der „Normal-Begabte" dem "Höher-Begabten" aus dem Weg, weil er ihn als zu anstrengend empfindet und ihm seine tiefe Gedankenwelt fremd ist.

Nun, entgegen der Aussagen der Forscher, glaube ich nicht, dass intelligente Menschen niemanden brauchen. Ich weiß vielmehr, dass es unendlich schwer  für sie ist, Gleichgesinnte zu finden mit denen sie teilen können, wofür sie brennen.
Bevor sie nun aber ihre Zeit mit sinnlosen und langweiligen Gesprächen und Kontakten verbringen, ziehen sie es vor die Zeit mit sich allein zu verbringen um sich dem zu widmen, was sie fasziniert. Sie sehen einfach keinen Sinn in oberflächlichen Begegnungen, Bespaßung und sonstigen inhaltlosen Zerstreuungen und dem, was ich „blubber, blubber“ nenne: Sinnloses Gerede über Banalitäten, das zu nichts führt und zum Gähnen langweilig ist. 

Wer die Wahl hat muss entscheiden und der intelligente Mensch entscheidet sich dafür seine kostbare Lebenszeit, dem zu widmen, was ihn inspiriert, was ihm wertvoll und wichtig ist und was seinen Geist und seine Seele erfüllt.
So bleiben viele dieser Menschen meist ihr Leben lang Einzelgänger, oder sie werden es nach unzähligen unbefriedigenden Beziehungs- und Kontaktversuchen. Ob sie damit glücklich sind? Nun, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Sie sind zumindest glücklicher als mit dem, was sie nicht glücklich macht - blubber, blubber, nämlich.


Ann Clarkson, die Sprecherin von Mensa International, dem Verband für Menschen mit hohem IQ, sagt zum Thema Folgendes: „Es ist bewiesen, dass sich sehr intelligente Menschen manchmal von den Menschen um sich herum isoliert fühlen, weil sie die Welt anders sehen und wahrnehmen. Es ist schwer, jemanden zu finden, der Informationen genauso verarbeitet wie du, wenn dein Gehirn so funktioniert, wie das von nur zwei Prozent vom Rest der Weltbevölkerung.“


Des Weiteren gehören intelligente Menschen meist zu den Introvertierten, im Gegensatz zu den Extrovertierten. Die Interaktion und die Auseinandersetzung mit anderen kostet einen Introvertierten viel Energie. 
Diese Menschen fühlen sich schnell unwohl in Menschenansammlungen und brauchen Stille. Der Umgang mit dem Lauten, die grelle, schrille, immer hektischer werdende Umwelt, das ständige Pipen der Handy-Generation, löst bei ihnen Stress aus. Sie sind schnell mit Reizen überflutet und müssen sich schützen. Sie sind eben anders, sie sind empfänglich für die leisen Töne und diese finden sie nur in der Stille.

Sind nun intelligentere Menschen keine sozialen Wesen oder gar beziehungsunfähig?
Ich behaupte: Nein. Sie sind sogar sehr sozial, denn sie haben mehr Feingefühl, mehr Empathie und feinere Antennen für alles Sinnliche und Sinnhafte, als andere und sie haben mehr Tiefe und Werte, für die sie stehen und die sie leben. Und genau das ist es, was sie in der von Reizüberflutung und in der Lebenshaltung modernen Welt nicht finden.
Was bleibt ist der Rückzug in sich selbst und in die eigene schwer teilbare Welt. Eine einsame Heimat. Und auch wenn sie erfüllend ist, ein Leben ohne Seelenverwandte macht innen manchmal sehr allein. In einer anderen Welt als der heutigen wären sie die „alten Weisen“. 

 ...


Die Menschen meines Stammes sind leicht zu erkennen:  
Sie gehen aufrecht, haben Funkeln in den Augen und
ein Schmunzeln auf den Lippen.

Sie sind weder heilig noch erleuchtet.

Sie sind durch ihre eigene Hölle gegangen,
haben ihre Schatten und Dämonen angeschaut
und angenommen.

Sie sind keine Kinder mehr,
wissen wohl was Täter /Opfer sein bedeutet,
haben ihre Scham und ihre Rage explodieren lassen und
dann die Vergangenheit abgelegt,
die Nabelschnur durchtrennt und
die Verantwortung übernommen.

Weil sie nichts mehr verbergen wollen, sind sie klar und offen.
Weil sie nicht mehr verdrängen müssen,
sind sie voller Energie, Neugierde und Begeisterung.
Das Feuer brennt in ihrem Bauch!

Die Menschen meines Stammes kennen den wilden Mann
und die wilde Frau in sich und haben keine Angst davor.

Sie halten nichts für gegeben und selbstverständlich,
prüfen nach, machen ihre eigenen Erfahrungen und
folgen ihrer eigenen Intuition.
 
Frauen und Männer meines Stammes begegnen sich
auf der gleichen Ebene, achten und schätzen ihr Anders-Sein,
konfrontieren sich ohne Bosheit und lieben ohne Rückhalt.

Menschen meines Stammes gehen viel nach Innen, um
sich zu sammeln,
Kontakt mit den ureigenen Wurzeln aufzunehmen,
sich wieder zu finden,
falls sie sich im Rausch des Lebens verloren haben.

Und dann kehren sie gerne zu ihrem Stamm zurück,
denn sie mögen teilen und mitteilen, geben und nehmen,
schenken und beschenkt werden.

Sie leben Wärme, Geborgenheit und Intimität.

Allein fühlen sie sich zwar nicht verloren wie kleine Kinder und
können gut damit umgehen.
Sie leiden aber manchmal unter Isolation und sehnen sich
nach ihren Seelenschwestern und -brüdern.

Die Zeit unserer Begegnung ist gekommen!

Autor unbekannt
 

Kommentare:

  1. Danke!
    Herzliche Grüße
    Nike

    AntwortenLöschen
  2. Ist immer wieder schön zu Wissen, dass man nicht Alleine auf diesem zu Grunde gerichteten Planeten wandert. Aber 98% sind so Viele.........Danke für diesen Text, André

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. /signed - kann jeden Satz nachvollziehen und finde mich nicht wirklich intelligent. Dennoch trifft nahezu alles zu. Ich fühle mich hier komplett beschrieben, durchschaut sogar.

      Löschen
  3. ja, wir sind nicht allein!

    alles liebe für dich, andré.

    angelika

    AntwortenLöschen
  4. Wer über weniger Intelligente (oder vermeintlich weniger Intelligente) als Pöbel spricht, hat ein massives Narzissmusproblem. Dem Narzissten dient Selbstbeweihräucherung zur Aufwertung seines massiv gestörten Selbstvertrauens. Selbstvertrauen wird gestärkt durch die Verbindung mit der eigenen Intuition. Kann es sein, dass so genannte Hochintelligenz nur eine starke Ungleichverteilung der Bewusstseinsaktivitäten darstellt, die durch ein bischen mehr Zulassen eigener Gefühle leicht in Balance gebracht werden kann?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nein wenn intelligente Menschen Gefühle zulassen werden sie oft enttäuscht weil andere nicht die gleichen "Grundsätze" in den verschiedenen Beziehungen haben. Die Enttäuschung führt zur Abschottung.

      Löschen
    2. Herkunft des Wortes Pöbel: Populos, einfaches (gemeines) Volk, die Masse
      https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%B6bel
      Ich gehe davon aus, dass das Wort Pöbel von intelligenten Menschen in seiner ursprünglichen - nicht abwertenden - Bedeutung benutzt wird.
      Andererseits: Wenn ein Kollektiv (Ochlochkratie) die Intelligenz/Inidividualität des Menschen als Bedrohung ansieht und bekämpft, kann man durchaus in abwertender Weise vom Pöbel bzw. Mob sprechen. Es ist nicht der Narzissmus des Intelligenten, sondern der Narzissmus/Minderwertigkeitskomplex des "gemeinen Volkscharakters", welcher in der Abwertung der Intelligenz eine Aufwertung erfahren will. In diesem Zusammenhang wäre der Mythos vom "einfachen (= gut und höherwertig) Menschen" zu hinterfragen...

      Löschen
  5. hier ist nicht die rede von pöbel. und was die studie mit narzissmus zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    des weiteren beantworte ich nur fragen, die mir sinnvoll erscheinen.

    beste grüße,
    angelika wende

    AntwortenLöschen
  6. es ist so schön dies zu lesen - herzlichen Dank!!! :)

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Angelika, ich danke Dir, für Deine Worte. Sie sprechen direkt, aus und zu, meiner Seele. Du triffst, mit sehr viel Feingefühl, genau das, was mich, seit jeher schon bewegt und das, im doppelten Sinne...oder wie Johann Nepomuk Nestroy, einst von sich gab:"Der Mensch ist guat, nur, die Leut san a Gsindl." Lg, aus Linz

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Angelika,

    den Tränen nah, lese ich diesen wunderschönen Beitrag und bin voller Dankbarkeit.
    Ich empfinde es als emotionale Intelligenz und nicht als IQ über den hier geforscht und gesprochen wird. Ja. Das Alleinsein tut gut und manchmal isoliert es auch, bringt mich fast zu einer Art Verzweiflung, das da kaum einer ist, mit dem wahrer Austausch möglich ist oder das diese wunderbaren Menschen soooo weit weg wohnen, die ich wiederfinden durfte. <3
    Liebe Umreichung von Sanskara (m)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ein sehr wichtiger Hinweis! Intelligente Menschen haben die Atombombe, Hedgefonds usw. erfunden. Als Ergänzung zur emotionalen Intelligenz würde ich noch Vernunft hinzufügen als die Fähigkeit die Welt als Ganzes wahrzunehmen und zu analysieren. Wobei analysieren missverständlich als Weg zum Einzelnen statt des Erkennens des großen Ganzen aufgefasst wird.

      Löschen
  9. Du Lieber,

    danke! Ja, ich kenne es gut ... aber in der Verzweiflung ist da immer dieser Kern, die Essenz, die Seele, die die ganze Zeit weiß, das was du bist kannst du nicht verlieren, das kann nicht verzweifeln. Ich spüre das auch in der tiefsten Dunkelheit.Und dafür bin ich dankbar.

    Namaste

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch mir ist dieser Kern vertraut! Wie oft habe ich mich gefragt,woher nehme ich nur die Kraft,um weiterzugehen, um nicht aufzugeben. Dann denke auch ich, dass da was in mir ist, was sich durch nichts aus seinem Sein bringen lässt.

      Löschen
  10. Herzlichen Dank! Der Artikel hat mir viel inneren Frieden gegeben.

    AntwortenLöschen
  11. Ich kann gut verstehen wenn jemand kein Interesse an "Smalltalk" über belanglose Themen hat.
    In Artikeln zum Thema IQ und Erfolg wird ja gerne auch Smalltalk erwähnt, und dass es für Vorgesetzte wichtig sein kann. Bei Menschen mit Kundenkontakten, naja. Aber da frage Ich mich auch, ob die Angestellten mit Kundenkontakt zu den wirklich Intelligenten gehören.
    Ansonsten soll es dem Chef egal sein, wie "sozial" sein Angestellter ist, solange er nicht aktiv asozial ist.
    Es gibt Softwarehersteller, die stellen gezielt Menschen mit Asperger-Syndrom ein...

    Ich will keine Gespräche über Fußball (auch zur WM sehe Ich es nicht, auch nicht das letzte Endspiel!), Kopulatiopnspartnersuche, Oberklasseautos, Reisen etc..
    Eben worüber der "Pöbel" spricht...

    AntwortenLöschen
  12. Hallo Angelika,
    Zunächst einmal Danke für den Text. Erst die Kommentare hier unten lassen mich glauben dass es diese Persönlichkeiten wirklich gibt. Die Gesamtheit dieser Seite öffnet mir ein Stück mehr die Augen. Eine Frage habe ich jedoch. >> ..aufgrund ihrer Leidenschaft für die Einsamkeit. Leiden emotional Intelligente Menschen eher an Depressionen?<< denn das erschließt mir. Die meisten Menschen mit denen ich auf Anhieb Klar komme und bei denen ich das Gefühl habe sie würden mich verstehen habe oftmals depressive Verhaltensweisen. Zumal sie es mir auch sagen.
    Also nochmal zurück zu meiner Frage. Es würde mir reichen zu wissen ob da was dran ist oder nicht. Mein Gefühl sagt "Ja".

    Liebe Grüße
    Johnny

    PS: Da es um Personen geht die mit meiner Person zurecht kommen, kurz etwas zu Leier Person.
    Ich würde es wagen zu behaupten dass min. 50% deines Textes bei mir den Nagel auf den Kopf trifft.

    AntwortenLöschen
  13. Hallo Angelika,
    Zunächst einmal Danke für den Text. Erst die Kommentare hier unten lassen mich glauben dass es diese Persönlichkeiten wirklich gibt. Die Gesamtheit dieser Seite öffnet mir ein Stück mehr die Augen. Eine Frage habe ich jedoch. >> ..aufgrund ihrer Leidenschaft für die Einsamkeit. Leiden emotional Intelligente Menschen eher an Depressionen?<< denn das erschließt mir. Die meisten Menschen mit denen ich auf Anhieb Klar komme und bei denen ich das Gefühl habe sie würden mich verstehen habe oftmals depressive Verhaltensweisen. Zumal sie es mir auch sagen.
    Also nochmal zurück zu meiner Frage. Es würde mir reichen zu wissen ob da was dran ist oder nicht. Mein Gefühl sagt "Ja".

    Liebe Grüße
    Johnny

    PS: Da es um Personen geht die mit meiner Person zurecht kommen, kurz etwas zu meiner Person.
    Ich würde es wagen zu behaupten dass min. 50% deines Textes bei mir den Nagel auf den Kopf trifft.

    AntwortenLöschen
  14. Hallo Jonny,

    intelligente Menschen leiden sicher mehr an der Melancholie als Menschen, die nicht so viel über die Dinge nachdenken. Sie denken tiefer und tief denken zieht unweigerlich in die Tiefe.

    Liebe Grüße,
    Angelika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist eine tolle Antwort Angelika, ich dachte immer ich leide an Depressionen. Aber Melancholie trifft es sehr gut. Wobei ich die Grenzen dazwischen fließend empfinde.
      Herzlichen Dank auch für den wunderbaren Artikel.
      Lieben Gruß
      Elke

      Löschen
  15. Es gibt auch die Extrovertierten ...auf die das zutrifft !

    AntwortenLöschen
  16. Vielen Dank für diesen Text!
    Ich erkenne mich in jedem Satz!
    Liebe Grüße Helga

    AntwortenLöschen
  17. Danke. Habe nach ca. 60 Jahren den Weg gefunden. Die Intelligenz zu reduzieren. Diskutiere mit. Es ist erfrischend. Dann kann man dich verwechseln.

    AntwortenLöschen
  18. So schön und zutreffend der Text.Fühl mich erstmals verstanden.Es beruhigt, dass es Ok ist, es löst manche Frage in mir.Mit zunehmendem Alter freu ich mich über das Privileg der Ruhe in der Einsamkeit.Denn es bedeutet gleichzeitig Freiheit.Eine große Kostbarkeit besonders für uns Frauen.ganz lieben Dank für den Text.

    AntwortenLöschen
  19. »Jeder Mensch hält seine Bürde für die schwerste«, schreibt der römische Philosoph Seneca, und »ein Melancholiker jammert mehr als alle anderen«, ergänzt Robert Burton (1577–1640) im Vorspruch seines Buches »Die Anatomie der Melancholie«, das ich als Lektüre zum Thema empfehle
    http://www.literaturzeitschrift.de/book-review/die-anatomie-der-melancholie/

    AntwortenLöschen
  20. "Durch Zufall gefunden" ,-) - gelesen (auch die Kommentare) - und geteilt (innen wie außen - danke Angelika. Was nicht heißen soll, daß ich mich dazu zähle...oder doch ( bemerke zunehmende Verwirrung...)

    AntwortenLöschen
  21. Danke für den Artikel. Ich kann das gut nachempfinden, mir (ehemaliges Mensa-Mitglied) ging's und geht's über weite Strecken genauso. Als HB ist man, glaube ich, gefordert, "soziale Interaktion mit Durchschnittsbegabten" zu erlernen und zu üben. Das hilft im Alltag ungemein und führt dazu, dass Begegnungen nicht mehr nur als anstrengend sondern auch als bereichernd empfunden werden. Trotzdem geht's mir zumindest so, dass meine Ausdauer da begrenzt ist. Nach einer Reihe von Seminartagen beispielsweise (ich unterrichte Erwachsene) halte ich in meiner Freizeit dann kein sinnentleertes, augenblickszentriertes, vorausschauloses Gespräch mehr aus - da bin ich dann froh, mit wenigen zusammentreffen zu können, oder eine Menschenauszeit nehmen zu dürfen.
    Herzliche Grüße aus Wien

    AntwortenLöschen
  22. ich vermute, hochintelligente und hochsensible Leute neigen aus den ziemlich ähnlichen Gründen zur Einsamkeit.Die Beweggründe ähneln doch sehr.ich selber halte mich nicht für hochintelligent, aber für hochsensibel und fühle mich trotzdem sehr von deinen Worten angesprochen.

    AntwortenLöschen
  23. ich sehe eine enge Verbindung in diesen Aussagen bei hochintelligenten und hochsensiblen Menschen.ich selber halte mich nicht für hochbegabt, aber eben für hochsensibel und so ziemlich alles, was hier steht..trifft auch auf mich zu.ich fühle mich ebenso unverstanden in der Menge, leide an Reizüberflutungen, ziehe mich dabei lieber zurück, obwohl ich eigentlich die Nähe zu anderen suche; aber das Nichtverstandenwerden ist anstrengender al das Alleinesein.

    AntwortenLöschen
  24. Der beste Artikel, den ich seit langem gelesen habe. Spricht mir voll aus Geist und Seele. Danke!

    AntwortenLöschen