Freitag, 26. Februar 2016

Das Angstkind in uns



Foto: AW

Das Angstkind in uns kann jeden Tag neu lernen, mutig zu sein.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es heute nicht mehr abhängig von anderen ist, sondern Automie besitzt.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es seine inneren und äußeren Grenzen schützen kann.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es nicht immer so geht wie es will, sondern das wird, was sein soll um daran zu wachsen.

Das Angstkind in uns kann lernen, dass es nicht dazu verpflichtet ist, anderen zu Gefallen zu leben.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es Nein sagen darf.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es nicht von der Liebe und Aufmerksamkeit anderer abhängig ist, um zu überleben.
Das Angstkind in uns kann lernen, sich nicht von den Bewertungen und den Urteilen anderer,  beängstigen, beeindrucken und manipulieren zu lassen.

Das Angstkind in uns kann lernen, dass Probleme und Niederlagen zum Leben gehören und es die Fähigkeit hat, damit umzugehen.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es sich selbst beruhigen kann.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es sich nicht mehr selbst klein macht, abwertet und selbst verurteilt.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es gut für sich selbst sorgt, bevor es sich um andere sorgt.

Das Angstkind in uns kann lernen, dass die Sucht nach Leid, nicht Leben bedeutet, nur weil es sich im Leid auskennt.

Das Ansgtkind in uns kann lernen, dass es Heimat in ihm selbst gibt.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es sich nicht um einer Beziehung willen, missbrauchen lässt.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es auch ohne in Beziehung zu sein, überleben kann.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass Alleinsein nicht existentielle Verlassenheit bedeutet.
Das Angstkind in uns kann lernen, dass es kostbar und liebenswert ist und Liebe verdient.

Das Angstkind in uns kann lernen, dass es ein starkes Kerlchen ist, um weiter machen zu können, auch wo es Angst hat, es nicht zu schaffen oder zu versagen.

Das Angstkind in uns kann lernen, was das Wesentliche im Leben ist: In sich selbst zuhause zu sein und sich dort wohl zu fühlen.
Das Angstkind in uns braucht, um all das zu lernen, einen Erwachsenen, der es liebevoll und schützend durch das Leben führt: Uns selbst.

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