Sonntag, 2. Februar 2020

Wie hilfst du dir nach dem Ende einer toxischen Beziehung?


Foto: Gesehen in einem Schaufenster, MalerIn mir nicht bekannt

„Ich weiß überhaupt nicht mehr was ich brauche, geschweige denn, was mich glücklich macht.“ Diesen Satz höre ich immer wieder von Frauen, die aus einer Beziehung mit einem suchtkranken oder einem narzisstischen Partner kommen. Diese Frauen haben Folgendes gemeinsam: Sie haben sich zu viel gekümmert, zu viel geholfen, zu viel geliebt, zu geschluckt, zu viel ausgehalten, zu viel gegeben, zu viel vergeben, zu viel ertragen, zu viel Energie in einen Menschen gesteckt, den sie ändern oder retten wollten.

Diese Frauen haben gelitten und das Ende der Beziehung, das eigentlich eine Befreiung sein sollte, fühlt sich an wie das Betreten eines Niemandslandes oder wie der Fall in ein schwarzes Loch. Sie haben sich in der Beziehung aufgegeben und ihr Selbst verloren. Sie fühlen sich wie ein Häufchen Elend. Sie spüren sich selbst nicht mehr, weil sie ihr ganzes Spüren in den Partner versenkt haben.
Sie sind innerlich verdorrt in der toxischen Beziehung. Vor allem: Sie sind emotional vergiftet und überschwemmt von all den destruktiven Gefühlen, die sie jahrelang empfunden haben. Ihr Erleben war: Wut, Trauer, Angst, Ohnmacht, Hoffnung, Enttäuschung, Schmerz der Zurückweisung, Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Wertlosigkeit und Verzweiflung, manche haben Gewalt erfahren. Das sind emotionale Zustände, die wenn wir sie auf Dauer erleben, krank machen, seelisch und körperlich.

Diese Frauen haben sich nicht nur energetisch aussaugen lassen, sondern jede Zelle ihres Körpers ist durch die emotionale Vergiftung geschädigt. Sie haben keine Energie mehr, ihre Kraft ist verloren, sie haben kein Selbstwertgefühl mehr. Sie sind unendlich müde, antriebslos, traurig oder depressiv. Sie fühlen sich wie ein wandelnder Zombie. Sie leiden unter Schlafstörungen, Ängsten, Panikattacken und psychosomatischen Erkrankungen oder sie sind bereits körperlich erkrankt.
Sie sind nicht mehr der Mensch, der sie vor der Beziehung waren und sie sind fassungslos darüber was aus ihnen geworden ist. 

Probleme und Streit gehören zu jeder Beziehung, doch das geht  nur bis zu einem gewissen Schmerzpunkt. Das Wesen von toxischen Beziehungen: Sie kommen immer wieder an den Schmerzpunkt zurück. Beide triggern ungesunde Verhaltensweisen und verhaken sich in einer zersetzenden Dynamik, die auf Dauer zerstört.  
Frauen, die lange in einer solchen Beziehung ausharren, erkennen sich irgendwann selbst nicht wieder. Sie wissen weder wer sie sind, noch wer sie sein könnten. Wie also sollten sie noch wissen was sie brauchen oder was sie glücklich macht? Sie haben es verlernt. Sie haben die „Normalität des Unglücks“ zu lange erlebt. Und jetzt kommt die große Leere, die sich nach der Trennung, egal ob sie diejenige waren, die verlassen hat oder ob sie verlassen wurden, auftut. Diese Leere scheint unerträglich. Plötzlich ist da nichts mehr worum sie sich kümmern müssen, worum sie sich sorgen müssen, was sie beschäftigt und in Atem hält. Da ist nichts mehr, was sie ablenkt von sich selbst. Kein Streit, keine Aufregung, keine Action – da sind nur noch sie selbst und die große bedrohliche Stille. Und innen brodelt es vor Schmerz. 

Sie spüren sich nicht mehr. Sie spüren nur noch Schmerz. Sie haben all ihr Spüren auf einen Menschen gerichtet, der sie missbraucht hat für sein Brauchen.
So bitter es klingt: Diese Frauen haben sich missbrauchen lassen. Denn um eine toxische Beziehung zu führen braucht es zwei Mitspieler.
Dennoch, diese Frauen haben alles gegeben – aus Liebe oder aus dem kindlichen Mangelbedürfnis heraus um jeden Preis geliebt zu werden, tragischerweise vom Falschen. Sie haben nichts zurückbekommen, was sie aufgefüllt hat. Sie haben erfahren wie es ist, zwischen „Auf-und Abwertung“, "Abwerten und Nichtigmachen" ihrer Gefühle, zu leben.
Sie haben sich benutzen, demütigen, belügen und betrügen lassen. Sie sind zwischen einzelnen Höhen durch tiefe Täler des Kummers gekrochen. Sie haben sich an Brosamen festgebissen um emotional zu überleben und sind dabei seelisch und emotional verhungert. Sie haben sich den Arsch aufgerissen um immer wieder Arschtritte zu bekommen. Sie haben alles geschluckt, alles verziehen, alles getan -  für etwas, was sie für Liebe hielten. Sie haben nicht sehen können, dass ihre Liebe ungesunde Bedürftigkeit war – auf beiden Seiten. Sie waren in der unheilsamen Kollusion von Geber und Braucher gefangen, ohne sich darüber bewusst zu sein. Sie haben gegeben was man von ihnen gebraucht hat, solange bis sie nichts mehr zu geben hatten, weil sie vollkommen ausgesaugt und erschöpft waren.
Sie haben zwar gespürt, dass der Film, der da abläuft, ein Drama ist in dem sie die Opferrolle spielen, aber sie sind nicht ausgestiegen. Sie sind zur Täterin geworden an sich selbst. Vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein oder sie waren sich dessen bewusst und konnten sich nicht lösen, weil sie längst abhängig waren von der Intensität des Dramas. Sie haben ein unheilsames Spiel mitgespielt und sie hatten niemals eine Chance das Spiel zu ändern oder gar zu gewinnen. Warum?
Gegen Suchtkranke und pathologische Narzissten sind wir machtlos. Wir können uns nur retten, indem wir das kranke Spiel nicht (mehr) mitspielen.

Ein normal empfindender Mensch hat Gefühle, er hat Mitgefühl, er trägt Liebe in sich. Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und eine Suchtkrankheit haben eins gemeinsam: Beides sind Krankheiten, die blind und taub machen für die Verwüstung, die sie anrichten und die Menschen, die sie zerstören.
Warum Frauen in Beziehung mit solchen Männern geraten und oft jahrelang darin leiden, darüber könnte ich jetzt ein Buch schreiben, aber ich kann in meinem Blog immer nur kurz auf ein Thema eingehen. Es gibt einige Bücher, die sehr gut analysieren warum sich Frauen so neurotisch verhalten und sich dabei sogar zugrunde richten. Eines davon von ist von Melody Beattie „Die Sucht gebraucht zu werden“. Ein anderes ist "Die Masken der Niedertracht" von Marie-France Hirigoyen. Diese Bücher befassen sich sehr eindringlich mit dem Thema emotionale Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit. Es ist sinnvoll, mit diesen Büchern zu arbeiten Ich empfehle sie immer meinen Klientinnen. Auch mir haben diese Bücher geholfen um zu verstehen wie es möglich ist, dass eine starke, kluge, empathische, attraktive Frau, die einen guten Mann an ihrer Seite haben könnte, auf einen Mann hereinfällt, der ihr auf allen Ebenen schadet. Und sie letztlich, wenn es ihr nicht gelingt die Beziehung zu verlassen, zerstört.

Wie werden diese Frauen sich ihrer Würde als Frau und Mensch wieder bewusst? Wie können sie wieder wissen, was sie brauchen? Wie werden sie wieder glücklich? Wie finden diese Frauen wieder oder überhaupt zum ersten Mal vielleicht, zu sich selbst?
Einige dieser Fragen möchte ich hier beantworten.

Falls du bis hierher gelesen hast, bist du vielleicht so eine Frau. Ich spreche dich jetzt mit DU an.
Wir findest du wieder zu dir selbst nach dem Verlassen einer toxischen Beziehung?

Der erste Schritt: Überlebensmodus
Du entscheidest klar und dir selbst gegenüber verbindlich: Du gehst nicht mehr in diese Beziehung zurück, egal wie schwer es dir fällt. Egal wie einsam, egal wie leer, egal wie sterbensunglücklich und verzweifelt du bist, egal wie sehr du an ihm hängst, egal wie schön du ihn dir redest: Jetzt geht es um Enthaltsamkeit und das bedeutet: Kein Kontakt. Jeder noch so kleine Kontakt bedeutet für dich: Eine weitere Dosis Gift. 

Mach dir bewusst: Diese Beziehung hat dich krank gemacht. Was in einer kranken Beziehung krank wurde, kann in dieser Beziehung nicht heilen. 
Und nein, er wird sich nicht ändern, weil du gegangen bist oder weil er dich vermisst nachdem er dich verlassen hat. Er liebt dich nicht – er braucht dich, weil er merkt, dass er jetzt nichts mehr hat woraus er Energie zapfen kann.
Hat er sich in all der Zeit geändert, weil er dich „geliebt“ hat?
Nein?
Nein!
Warum nicht?
Er wird sich nicht ändern. Er will es nicht, sonst hätte er es getan.

Du kannst ein krankes System nicht mit gesunden Argumenten überzeugen. Das funktioniert nicht!
Also dir zuliebe: Kein Kontakt, sonst musst du wieder bei Null anfangen und du bist noch geschwächter als jetzt.
Jeder Kontakt entzieht Dir Energie. 
Jeder Kontakt führt zu neuen Verletzungen. 
Mit jedem Kontakt gibst du ihm wieder Macht über dich. 
Jeder Kontakt weckt Hoffnungen, Erinnerungen und Sehnsucht. Am Ende wirst du dich wieder mit ihm beschäftigen anstatt mit Dir und dem, was jetzt für dich wichtig ist.

Es ist verdammt schwer nicht zurückzufallen, denn die Konditionierung zum braven, hörigen, abhängigen Hündchen, die du in all Zeit erfahren hast, verschwindet nicht sofort nach der Trennung. Sobald er die richtigen Köpfe drückt bist du wieder auf Droge.
Es ist wie der Rückfall bei einem Alkoholiker – das erste Glas und er ist wieder drauf.
Sich das bewusst zu machen ist überlebensnotwendig.
Denn jetzt geht es genau darum – es geht ums Überleben.
Du bist jetzt im Überlebensmodus. Es wird dauern bis du wieder ein gutes Leben gestalten kannst.
Es geht jetzt um Entzug. Und der ist teuflisch. Der tut weh, der tut so weh, dass du meinst, du wirst es nicht überleben.
Du wirst es überleben!
Wenn du die Bereitschaft dazu hast. Und zwar die Bereitschaft alle Konsequenzen zu tragen, die jetzt kommen. Wenn es allerdings bequemer für dich ist wieder zurückzugehen, weil du dort noch immer die Quelle deines Glücks vermutest, dann geh zurück. Wenn es allerdings einfacher ist die innere Leere von ihm und eurem Drama wieder füllen zu lassen, anstatt mit deinem Schmerz fertig zu werden, dann geh zurück. 
 
Wenn du gesund werden willst, dann geht es jetzt um eins: Es geht um das Stoppen deiner Sucht.
Ich sage bewusst „stoppen“, denn heilen wird deine Sucht erst einmal nicht, nur weil du dich vom Suchtmittel getrennt hast. Dazu braucht es Zeit und professionelle Hilfe. Es braucht das Verstehen und Verinnerlichen dessen, was dich in diese Lage gebracht hat und es ist ein Prozess um zu erkennen und aufzuarbeiten was in dir so verletzt ist, dass du dich verletzen lässt. Das ist bei jeder Frau etwas anderes, auch wenn es viele Gemeinsamkeiten und ähnliche Biografien gibt.

Der zweite Schritt: Professionelle Hilfe:
Du musst, ja du musst!, dir professionelle Hilfe suchen. Und zwar einen Helfer, der sich mit emotionaler- und Co-abhängigkeit auskennt. Das solltest du schon beim Erstgespräch abfragen. Such dir Menschen, denen es ähnlich geht wie dir, die anderen verstehen dich jetzt sowieso nicht. Du findest sie in einer Selbsthilfegruppe wie Coda oder Al-Anon. Ganz alleine, das weiß ich aus Erfahrung, schafft das kaum jemand. By the way - du musst es auch nicht alleine schaffen, du hast genug geschafft – du hast überlebt.

Der dritte Schritt: Selbstfürsorge
Schwer, ich weiß. Denn genau die hast du dir abtrainiert oder nie gelebt. Aber: Du kannst sorgen. Du bist fürsorglich. Du hast für den anderen gesorgt. Jetzt darfst du für dich selbst sorgen. Du weißt nicht (mehr ) wie das geht?
Du hast die Kraft deiner Energie auf den anderen gerichtet. Jetzt richtest du sie auf dich.

Du hast ihn nicht ändern können – jetzt darfst du dich ändern.
Dazu musst du dir erst einmal erlauben, dass du Fürsorge verdient hast, denn etwas in dir glaubt das nicht. Diese Stimme wird dir einreden, dass du der letzte Dreck bist, du hast dich ja schließlich auch so behandeln lassen.

Das ist nicht wahr! Du bist ein wundervoller, einzigartiger, liebevoller, liebenswerter Mensch, der viel zu geben hat und das darfst du dir jetzt selbst geben.
Wie denn? Sei gut zu dir! Du brauchst das jetzt.
Hab Mitgefühl mit dem kleinen Mädchen in dir, das sich so beschissen fühlt, dass es sich am Liebsten in Luft auflösen möchte um den Schmerz nicht mehr zu spüren. Ja, es ist todunglücklich. Sorge für dieses Mädchen wie eine hinreichend gute Mutter. Tröste es. Fang an mit diesem Mädchen in dir laut zu reden. Sag ihm, dass es das überlebt und dass du ihm dabei hilfst.Sag ihm: Es braucht keinen toxischen Menschen, der es nicht liebt, sondern nur (ver) braucht.
Sag ihm: Egal was jetzt ist – wir werden damit fertig!

Sorge für dieses Mädchen, sorge für dich. Sei gut zu Euch beiden. Das ist schwer, weil du ja dieses Mädchen die ganze Zeit nicht gesehen hast. Das ist schwer, weil du gar nicht mehr weißt, was dir gut tut. Dann setzt dich hin und schreib.
Schreib auf was dir einmal gut getan hat, bevor du es verloren hast.
Was du gerne getan hast, bevor diese Beziehung dir alles genommen hat, was deins war.
Schreib auf, was du gerne schon immer mal wieder machen wolltest oder was du Neues erfahren möchtest.
Und mach es.

Nein, allein ist das nichts, wird die Stimme vielleicht sagen.
Das ist nicht wahr!
Das ist die Stimme, die dir nicht gut tut. Mach dir das klar. Vielleicht versuchst du herauszufinden wem sie gehört?
Mach es. Probier es aus.
Und wenn du es alleine absolut nicht machen willst, ruf jemand an, der es mit dir macht.

Der 4. Schritt: Kreativität
Male, zeichne, höre deine Lieblingsmusik und tanze dazu, mach Sport, mach Yoga, lerne etwas Neues, z.B. Meditation. Lies Biografien von Frauen, die du bewunderst und die ihren eigenen Weg gegangen sind. Lies „Die Wolfsfrau“ von Gloria Pinkes Èstes
Heule wenn dir danach ist. Tränen sind die Perlen der Seele.
Kotz deine Wut aus. Schreiben ist Kotzen, sagte Elfriede Jelinek einmal
Schreibe in ein Tagebuch was du fühlst, wie es dir geht, was du heute machst, alles was dich beschäftigt. Schreib unzensiert einfach runter was kommt. Let it flow.
Schreib dir am Abend auf, was du geschafft hast und was gut war.
Sei dankbar für das Gute.

Es geht um kleine Schritte.
Jeder Tag, den du ohne dein Suchtmittel geschafft hast ist ein guter Tag!
Gut, ein Tag!
"Nur für heute“ ist ein Leitsatz der anonymen 12-Schritte, der vielen Abhängigen geholfen haben, sich aus ihrer Sucht zu lösen. Wenn dein innerer Druck so groß wird, dass du meinst, du musst jetzt unbedingt Kontakt aufnehmen: Ruf eine Freundin oder einen Freund an. 

Nein, das schaffst du nicht. Du kannst ohne ihn nicht leben. Das ist doch nicht erfüllend!, sagt die Stimme wieder. Es ist alles nichts ohne ihn. Es ist alles nichts ohne Liebe.
Ohne ihn, ohne Liebe? Welche Liebe?
Oder ist alles nichts ohne Beziehung?
Geht es wirklich um ihn, der dich beinahe zerstört hat, oder glaubst du, dass eine Frau ohne Mann einen Makel hat?
Oder hälst du dein Alleinsein nicht aus?
Oder fühlst du dich so einsam, dass es dir Angst macht.
Und glaubst du wirklich, du bleibst bis ans Ende deiner Tage allein?
Weil du zu alt, zu langweilig, zu unattraktiv, zu ... bist?
Das ist nicht wahr!
Wahr ist: Jetzt brauchst du erst einmal keinen Mann - du brauchst dich!
Tinder? Daten? Deinen Marktwert testen?
Lass es!
Du wirst alle mit ihm vergleichen. Du wirst dich frustrieren. 

Es geht um deine Gesundung. Um sonst nichts. Sie hat Priorität.
Das braucht Zeit.
Hab Geduld mit dir selbst.
Wenn du dann wieder auferstanden bist wie Phönix aus der Asche – entscheidest du, wen du haben willst. 

Ja, die Trennung hinterlässt ein schmerzhaftes Loch in deinem Leben. Du hast dic ständig um ihn gedreht. Jetzt stehst du vor dem gefühlten Nichts und du fühlst dich einsam und verlassen. 
Dieses Gefühl ist normal. Es ist entstanden aus dem Selbstverlust, der im Laufe dieser Beziehung erfolgt ist. Du darfst dich jetzt wiederfinden. 

Der fünfte Schritt: Den Focus auf dich legen
Du denkst ständig an ihn. Und du vermisst ihn so sehr. Klar, Du denkst nur noch an das Schöne was es da ja auch einmal gab.
Wann denn?
Frag dich, wann es das gab, außer ganz am Anfang. Oder immer nur für Momente. Und dann wieder Drama.
Hol dir in Erinnerung was unerträglich war.
Schreib es dir auf.
Mach eine Liste über all die Verletzungen, die du erfahren hast. 
Lenke deine Gedanken auf das, was du nie mehr erleben willst. 

Stell dir seinen arroganten Gesichtsausdruck vor, wenn er dir sagte: "Das ist deins! Du hast das Problem!" Stell dir die Kälte in seinen Augen vor, wenn er dir sagte, wie unmöglich, wie hysterisch, wie krank du bist. Stell dir sein fieses Grinsen vor, wenn er sich über deine Gefühle lustig machte und dir sagte, dass du dir alles nur einbildest. Denk an all die Momente als es dir schlecht ging und er nicht für dich da war, weil er etwas Besseres zu tun hatte, als sich um dich zu kümmern. Denk an all die Knöpfe, die er gedrückt hat, weil er genau wusste, wo du empfindlich reagierst. Denk all die Lügen, die er dir erzählt hat,und die ewig gleichen Versprechen, die er gemacht und gebrochen hat. 
Und dann richte den Focus auf deine Gefühle, die Ohnmacht, die Angst, die Verzweiflung, die Wut, die du gespürt hast, immer wieder.  

Wie fühlst du dich bei dem Gedanken?
Willst du das wirklich wieder haben?
Befass dich mit deinen Gefühlen nicht mit deinen Gefühlen für ihn.
Schiebe über jedes schöne Trugbild eine unschöne Erinnerung.
Und dann atme das Unschöne ein – und ein „Möge ich glücklich sein“ aus.
Das ist eine schwere Übung, aber sie gelingt dir immer besser, wenn du sie immer wieder machst.

Du schaffst das! Egal was jetzt ist, du wirst damit fertig.
Hab Geduld mit dir selbst. 

Es gibt weitere hilfreiche Möglichkeiten.

Wenn du Hilfe brauchst, schreib mir unter: 
aw@wende-praxis.de 

Ich bin für dich da.
Namaste

P.S. In diesem Text schreibe ich für Frauen, die aus einer solchen Beziehung aussteigen wollen oder sie bereits verlassen haben. Das Gleiche gilt auch für Männer.



















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