Samstag, 23. April 2016

Ausstieg aus der Opferrolle


Malerei AW

Es ist schwer Verständnis oder Mitgefühl für jemanden aufzubringen, der uns zum Opfer seiner Wut und seines Hasses macht. Es ist schwer den Schmerz auszuhalten, den uns ein anderer zufügt, weil er mit seinem eigenen Schmerz nicht liebevoll umgehen kann. Es ist schwer in einem solchen Menschen noch etwas Gutes zu sehen. Und es ist wohl auch so, dass dieser Mensch in seinem Schmerz seine Güte verloren hat. Gütige Menschen machen andere nicht zum Opfer, sie gehen ihren Weg in Mitgefühl und in Liebe. 

Wenn Menschen mit einer zwanghaften Störung etwas tun, wozu sie sich innerlich gezwungen fühlen, zeigen sie damit nicht nur, dass sie den anderen nicht achten und nicht lieben, sie zeigen, dass sie sich selbst nicht achten und nicht lieben.

Wir können diese Menschen nicht ändern, wir können sie nicht von ihrem unseligen Weg abbringen. Das liegt nicht in unserer Macht. Aber wir können uns in Sicherheit bringen. Wir müssen das tun um aus der Opferrolle auszusteigen. Auch wenn wir erst einmal nicht wissen wo wir landen, wenn wir losgehen, auch wenn wir eine zeitlang unbequeme Lebensumstände in Kauf nehmen müssen - wir müssen uns lösen, aus Liebe und Achtung vor uns selbst.

Kommentare:

  1. Genau das ist zurzeit mein Weg liebe Frau Wende.
    Ich stolpere zurzeit förmlich durch mein Leben und finde es irre anstrengend.
    Mache eine Traumatherapie, lerne meine Kleine/mein inneres Kind kennen und verstehen und habe mich von den Menschen, die mir nicht gut tun, in Sicherheit gebracht.
    Es schüttelt mich regelrecht durch und ich habe zurzeit keinerlei Halt oder Orientierung, tappse aber fleißig weiter über Stock und Stein.
    Man könnte meine Stimmung im Moment als überwiegend missmutig und motzig bezeichnen und ich hoffe, dass dieses lehrreiche Tal nicht zu lange dauert und ich mich irgendwann spüren kann.
    Herzlichen Dank für Ihre vielen hilfreichen Worte und die Gedanken die Sie mit uns teilen.

    Alles Liebe, Tanja ��

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