Donnerstag, 3. Juli 2014

Gedankensplitter

 



Wir wollen eine Liebe, die nur Gutes verspricht, die uns glücklich machen soll. Aber das ist eine Illusion, eine unreife Erwartungshaltung, die sich nie erfüllt. Wenn wir lieben, müssen wir bereit sein das Ganze zu lieben, die Verletzungen, die Schwächen und die Abgründe des anderen, auch wenn sie uns erschrecken. Aber genau in dem Moment wenn wir das erkannt haben, wollen wir davonlaufen, weil es uns Angst macht, weil wir glauben, das halten wir nicht aus. Wir haben alle unsere schönen und unschönen Seiten berührt. Wir haben uns tief auf einen Menschen eingelassen und die Wahrheit des anderen hat uns verschreckt. Sie ist uns zu viel geworden, wir wollen zurück in die Wüste unseres Selbst, in der uns keiner berühren und uns nichts verletzen kann.

Kommentare:

  1. ...erst durch den Abstand wird sich der Wert der Beziehung klären. Wo sind die wichtigen Einheiten, das was von Bestand ist, was kann vernachlässigt werden? Verletzungen, die tief gehen, die die eigene Würde verletzen, die sollte man nicht ertragen - aber vielleicht war man auch nur verletzt, weil man den Humor oder Witz nicht verstanden hat in seiner Ich-Befangenheit! Oft braucht eine Beziehung eine ganze Reihe an Höhen und Tiefen, an Schmerzen und Entgleisungen bis man ihr wahres Gesicht, ihr wahres Gewicht erkennen kann - und dann wird Gelassenheit einkehren und dieses Quantum an Toleranz, was ein Lächeln ins Gesicht zaubert und das Miteinander wieder erträglich und schön macht!
    Danke dafür, dass du mich mit Deinen wunderbaren Gedanke angestoßen hast, meine Gedanken darunter zu schreiben....
    Liebe Grüße
    Gabriele

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  2. gern ;-) und danke für deine gedanken, liebe gebriele!

    herzliche grüße,
    angelika

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