Sonntag, 1. Februar 2015

AUS DER PRAXIS – Wie du deine Gefühle garantiert nicht achtest




wenn andere merken, dass ich mich schlecht fühle, bedeutet das, schwäche zu zeigen.
negative gefühle sind schlecht.
wer zu emotional ist, dem fehlt die selbstbeherrschung.
manche gefühle sind dumm.
schmerzliche gefühle sind das ergebnis einer falschen einstellung.
wenn andere meine gefühle nicht akzeptieren, dann sollte ich sie wohl nicht haben.
schmerzhafte gefühle sind ungut, ich sollte sie am besten ignorieren.
ich habe doch gar keinen grund mich so schlecht zu fühlen, mir geht es doch gut.
ich zeige meine gefühle nicht, mich versteht sowieso keiner.
ich fühle mich zwar mies, aber ich muss jetzt positiv denken, dann vergeht das schon.
ich muss mich jetzt unbedingt ablenken, diese gefühle kann ich nicht aushalten.
ich müsste mich doch jetzt eigentlich ganz anders fühlen, als ich mich fühle.
und
und
und ...
du kannst die glaubensätze über das, was du über gefühle "denkst" jetzt ergänzen, wenn du magst.
dann stellst du fest, was du über deine gefühle denkst und dir wird ziemlich schnell klar, was du deinen gefühlen damit antust. du nimmst sie nicht ernst, du missachtest sie.
und wie bitte, willst du dich dann selbst ernst nehmen und achten oder gar erwarten, dass es andere tun?
wenn du aber weißt: was du fühlst darf sein, ist das der beginn des wahrhaftigen weges zu dir selbst.

herzlich,
angelika

Kommentare:

  1. kompliment für diesen wunderbaren blog!
    für mich ist er bereicherung! jeden tag!

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