Sonntag, 2. Juni 2013

Ungewissheit




unter gewissheit verstehen wir eine sichtbare bestätigung, ein zeichen von aussen. wir halten es schwer aus, in der ungewissheit zu sein. aber manchmal müsssen wir die ungewissheit annehmen und achten, ohne uns auf spekulationen zu versteifen. manchmal haben wir keine wahl - wir müssen sie aushalten, die absolute leere des wissens. 

wenn wir sie aushalten und annehmen, wird sie irgendwann fast unbemerkt einer gewissheit weichen. alle ungewissheiten sind chancen, eine herausforderung an das vertrauen, das alles zu unserem besten geschieht. 

der ungewissheit mit demut begegnen heißt: wir wissen, dass sie ein wissen in sich birgt, das uns im jetztigen moment überfordern würde. ungewissheit will uns nicht quälen, sie will uns weich machen um zu empfangen, was sein soll.

wenn wir lernen die dinge einfach geschehen zu lassen, sie hinnehmen als einen notwendigen schritt auf unserem lebensweg, wenn wir aufhören zu analysieren und sinnlos zu spekulieren, wenn wir  der stille raum lassen den raum in uns selbst zu öffnen, wenn wir das, was wir fassen wollen fließen lassen, es sein lassen, ohne korrigerend einzugreifen, wenn wir in zeiten der ungewissheit das beste für uns selbst tun - ergibt sich alles andere von selbst. 

wenn wir nicht auf bestätigungen und erwiderungen von außen warten, sind wir nicht von bestätigungen und erwiderungen anderer abhängig. 

die bestätigung und die erwiderung in uns selbst führt ins vertrauen zu uns selbst.

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