Mittwoch, 12. Juni 2013

Spirale des angepassten Menschen



immer beginnt es so: ich weiß ich nicht genau, was ich wirklich will.
dann tue ich das, was die anderen von mir erwarten.
dann wächst der innere widerstand.
ich verliere mehr und mehr energie.
ich fühle mich erschöpft.
dan kommen die schuldgefühle, weil ich spüre, dass ich mir selbst etwas schuldig bleibe.
dann kommt die resignation und ich mache weiter das, was die anderen von mir erwarten.
doch dann habe ich das gefühl das falsche zu tun und ich mache ständig etwas falsch.
die innere unruhe wächst.
nichts gelingt mehr.
das gefühl für das, was mir wichtig ist, verschwindet.
ich verliere das wichtigste.
ich verliere mich selbst.


Kommentare:

  1. Hallo Angelika,
    seit dem du diesen Text veröffentlicht hast, geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Du beschreibst hier ziemlich genau die Spirale die sich auch in meinem Leben spiegelt.
    Da wir in einer Gesellschaft leben wo man sich mehr oder weniger anpassen muss, versuche ich für mich den bestmöglichsten Kompromiss zu machen. Leider bleibe ich dabei manchmal auf der Strecke. Als Kind sagte man zu mir: "Du darfst spielen, aber leise!" Also lernte ich leise zu spielen. Zum Kuckuck, Kinder spielen nun mal gern laut. Oder: "Du darfst die Kirschen essen, aber nicht zu viele!". Also lernte ich schöne Dinge nur in Maßen zu genießen usw. Meine Eltern meinten es sicher gut und haben mich anständig erzogen. Doch sie haben mir nicht beigebracht wie man sich selbst kennen lernt. Das lerne ich erst jetzt. Deshalb finde ich deinen Text so gut, weil er mir zeigt, wann ich hellhörig werden muss. Spätestens wennn die Schuldgefühle kommen, muss ich die Spirale stoppen. Sonst verliere ich mich am Ende selbst.
    Ich werde dieses Thema auch "vermalen".

    Viele Grüße Sporch ...

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  2. lieber sporch,

    ich freue mich, dass dieser text dir einen impuls geben konnte und ich würde mich sehr freuen, das thema "vemalt" sehen zu dürfen.

    herzlich,
    angelika

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