Mittwoch, 16. März 2016

Portrait des Narziss





Narzissmus ist keine Selbstliebe. 
Der Narziss kann nicht lieben, nicht sich selbst und nicht andere.

Narzissmus ist Selbstsucht, die Selbstsucht eines Menschen, dessen Denken nur auf sich selbst ausgerichtet ist. Die narzisstische Persönlichkeit leidet an übersteigerter Eitelkeit, einem Mangel an Einfühlungsvermögen, einer hohen Empfindlichkeit angesichts mangelnder Anerkennung und kennzeichnet sich durch die Abwertung anderer Menschen. 
Seine Sucht und seine Droge ist Anerkennung.

Der Narziss mutet anderen heftige Kritik zu, bewertet und beurteilt andere gnadenlos und ist nicht in der Lage an sich selbst auch nur im Geringsten zu zweifeln. Ständig ist er erfüllt von Misstrauen. 
Er kann sich nicht in andere hineinfühlen, nur sein eigenes Gefühl ist ihm wichtig - das macht ihn so gefährlich. Der Narziss versteht das Leid der anderen nicht – er kann mit niemanden leiden. Er fühlt sich dadurch großartig, dass er andere entwertet. Er kann sich nicht entschuldigen. Wer nicht seiner Meinung ist, ist sein Widersacher.

Das macht ihm das Menschliche fremd.

Er ist der ständig Beleidigte. Er trägt um sich die Aura: Mir ist Unrecht geschehen.  
Er sieht immer irgendwie bitter und gekränkt aus. Begegnet man ihm, hat man das Gefühl, man hat ihm etwas getan und man sei schuld daran, dass er leidet.


Der Narziss spiegelt sich selbst im anderen.

Erkennt er im Spiegel des Gegenübers etwas, das ihm missfällt, muss er diesen Spiegel zerschlagen. Die größte Angst des Narziss ist die Angst vor einem noch größeren Narziss.

Hinter der Maske des Narziss verbirgt sich ein nach Liebe schreiendes Kind ...




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